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IT-Budgets 2002: Firmen planen defensive Strategien

18.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Angesichts der gegenwärtigen Konjunkturlage wollen deutsche Unternehmen in 2002 deutlich weniger in innovative IT-Lösungen investieren als noch im Vorjahr. Lediglich 17 Prozent werden im kommenden Jahr eine "offensive" Innovationsstrategie verfolgen. Mehr als die Hälfte der Firmen (52 Prozent) bezeichnen ihre Technikplanungen für 2002 hingegen als "defensiv". Durchschnittlich wollen die Unternehmen ihre IT-Budgets im nächsten Jahr nur noch um 2,2 Prozent erhöhen, nachdem die Wachstumsraten in der jüngeren Vergangenheit noch deutlich höher lagen. Dies sind die Ergebnisse einer Befragung bei der der Karlsruher IT-Dienstleister Orga 717 große und mittelständische Unternehmen unter die Lupe nahm.

Der Studie zufolge werden die geplanten Einschnitte in den IT-Budgets vor allem zu Lasten von Hardwareprojekten gehen: Sie sollen durchschnittlich um mehr als elf Prozent zurückgefahren werden. Auch das Interesse an neuen Softwarelösungen ist gesunken und wird in den Planungen für 2002 voraussichtlich ein Minus von sechs Prozent erreichen.

Dagegen werden laut Erhebung die Ausgaben für IT-Dienstleistungen im kommenden Jahr um mehr als fünf Prozent steigen. Auch für Projekte im Bereich Internet und Electronic-Commerce sind Mehrausgaben von rund elf Prozent geplant. (jw)