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Israel bestellt nicht mehr bei Microsoft

02.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die israelische Regierung bestellt vorerst keine Software mehr bei Microsoft. Als Grund nannte das israelische Finanzministerium am vergangenen Dienstag Preisfragen sowie die Weigerung des Softwarekonzerns, Programme aus seiner Bürosuite einzeln zu verkaufen. Die vorhandenen Microsoft-Produkte werde man einstweilen weiter nutzen, erklärte eine Sprecherin der Behörde. Es sei unklar, wann es wieder Neukäufe geben werde.

Die Regierung werde ferner die Entwicklung preiswerterer Softwarealternativen fördern, um die Computernutzung in der Allgemeinheit zu fördern. "Das war eine rein ökonomische Entscheidung", zitiert das "Wall Street Journal" die Sprecherin. "Die israelische Regierung wird keine neue Software von Microsoft anschaffen, aber ihren Vertrag zur Sicherung von vorhandenen Systemen implementieren."

Man sei mit dem von Microsoft angebotenen Preispaket unzufrieden, so das Ministerium. Außerdem weigere sich das Redmonder Unternehmen, individuelle Anwendungen aus dem Office-Paket zu verkaufen. Es benötigten aber nicht alle Abteilungen die Bürosuite vollumfänglich. (tc)