Feinklassifizierung des weltweiten Softwaremarkts

ISPN soll Ordnung ins SW-Chaos bringen

18.08.1989

MÜNCHEN (CW) - Den schwer durchschaubaren Software-Dschungel zu lichten, hat sich die ISPN-Europa mit Sitz im oberbayerischen Rosenheim vorgenommen. Gegen eine Gebühr von jeweils zwanzig Mark vergibt das Unternehmen "lnternationale Standard-Programm-Nummern" (ISPN) für die Softwareprodukte interessierter Anbieter.

Ziel dieses Unternehmens, so Geschäftsleiter Helmut Hermann Kreuzer, ist eine Feinklassifizierung des weltweiten Softwaremarkts (inclusive Spiele und Public Domains), die anschließend in Form zweier Verzeichnisse den Herstellern beziehungsweise den Anwendern und Händlern zur Verfügung gestellt werden soll. Der für die Hersteller ausgelegte Katalog enthält lediglich das mit Hilfe einer alphanumerischen Codierung erstellte Klassifizierungsschema; das Verzeichnis für die Anwender und Händler hingegen schlüsselt die angemeldeten Produkte nach ISPN-Nummern auf und gibt darüber hinaus Auskunft über die Art der Datenträger, die technischen Voraussetzungen, eventuelle Zusatzleistungen des Herstellers, den empfohlenen Verkaufspreis etc.

Kreuzer rechnet damit, die Erstausgaben im Herbst dieses Jahres fertigzustellen; die Verzeichnisse sollen dann im Vierteljahresrhythmus aktualisiert werden. Der Preis des Produktkatalogs richtet sich nach dem bis dahin erreichten Umfang, wohingegen das Klassifikationsschema im Jahresabonnement für 25 Mark erhältlich sein wird.