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Ironport überprüft Web-Sicherheit superschnell

13.02.2006
Neue Security-Appliance soll Anwender schützen, ohne den Netzverkehr zu verlangsamen.

Mit der Appliance "S-Series" hat Ironport Systems eine neue Gateway-Lösung vorgestellt, die Anwender vor Gefahren aus dem Internet schützen soll. Die Appliance wird als zentrales Gateway eingesetzt, um den gesamten Datenverkehr auf mögliche Angriffe zu untersuchen und diese abzublocken.

Bedrohungen durch Spyware und andere Web-basierende Angriffe etwa will der Anbieter mit der neu entwickelten Technik "Dynamic Vectoring and Streaming" (DVS) begegnen: Diese erlaubt es laut Ironport, Signatur-basierende Anti-Spyware-Produkte mehrerer Hersteller miteinander zu kombinieren, ohne dabei Performance-Einbußen zu erleiden.

Zudem nutzt die S-Series Ironports Web-Reputationsfilter: Dieser scannt den kompletten Internet-Datenstrom und prüft das Verhalten von Web-Servern. Aufgrund der dabei gewonnen Informationen wird deren Vertrauenswürdigkeit bewertet. Berücksichtigung finden zudem Daten aus Ironports "Senderbase"-Programm, das Web-Verkehr beobachtet und Informationen zu mehr als 100.000 Organisationen und ihrer Seriosität enthält. Datenströme von einer zweifelhaften Quelle werden einer intensiveren Prüfung unterzogen als solche, die von einer als seriös geltenden Site stammen.

Basis der hohen Leistungsfähigkeit der Ironport-Lösung ist das Spezial-Betriebssystem "AsyncOS", das auch schon bei den E-Mail-Security-Appliances des Anbieters zum Einsatz kommt. Die darin enthaltene "Stackless Threads"-Technik soll es schaffen, bis zu 100.000 Verbindungen gleichzeitig zu überprüfen.

Mit Hilfe der Reporting-Funktionen können Anwender den Betrieb der S-Series überwachen. Die Häufigkeit der Spyware-Attacken wird von dem Gerät mitsamt der erfolgten Gegenmaßnahmen festgehalten. Es lassen sich entweder detaillierte Daten abrufen oder übersichtliche Grafiken und Diagramme erstellen. Über den "Web-Security-Manager" schließlich erfolgt die Definition und die Überwachung der für den Web-Verkehr geltenden Richtlinien.

Die neuen Geräte sollen ab dem Sommer verfügbar sein. Ein genauer Preis steht zwar noch nicht fest, er dürfte jedoch bei etwa 25.000 Dollar liegen. (ave)