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Irakis telefonieren künftig über GSM-Netze

07.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Kampf um lukrative Großaufträge im Irak haben sich drei Anbieter von GSM-basierenden Mobilfunknetzen durchgesetzt. Die von den USA kontrollierte provisorische Regierungsbehörde CPA (Coalition Provisional Authority) erteilte den Unternehmen aus dem Nahen Osten entsprechende Lizenzen. Der republikanische Politiker Darrell Issa hatte zuvor auf verschiedenen Wegen versucht, die US-Regierung für ein Votum zugunsten des in den USA entwickelten Standards CDMA (Code Division Multiple Access) zu bewegen. GSM hat sich vor allem im europäischen Raum als Standard durchgesetzt. Ein Sprecher des Industrieverbands GSM Association begrüßte die Entscheidung. Sie erleichtere die Integration des irakischen Mobilfunknetzes mit denen der Nachbarländer. Sämtliche arabische Staaten nutzten GSM-Technologie. Laut Schätzungen der US-amerikanischen Beratungsfirma Yankee Group müssen die Netzprovider rund 100 Millionen Dollar investieren, um eine Grundversorgung mit mobilen Diensten im Irak zu gewährleisten. Ein umfassendes landesweites Mobilfunknetz könne bis zu eine Milliarde Dollar kosten. (wh)