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iPod: Musik und Daten zum Mitnehmen

23.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Irgendwann kurz nach neun am Dienstagabend lüftete Apple in München praktisch zeitgleich wie in Kalifornien das Geheimnis um den in der vergangenen Woche angekündigten "bahnbrechenden Vorstoß in digitale Gefilde": "iPod" heißt das neueste Produkt aus Cupertino. Dahinter verbirgt sich ein kartenspielgroßes und 185 Gramm schweres Kästchen, in dem eine 1,8-Zoll-Festplatte mit 5 GB (von Toshiba), ein Lithium-Ionen-Akku mit zehn Stunden Lauf- und einer Stunde Ladezeit, ein LC-Display mit 160 x 128 Pixel sowie die nötige Elektronik für digitale Musikwiedergabe mit 20 Minuten Antischockspeicher und Firewire stecken. Für Techies: Unterstützt werden die Formate MP3 - auch VBR, bis zu 320 Kbit/s - sowie AIFF und WAV, leider aber (zunächst?) weder MP3 Pro, AAC noch WMA. Der interne Verstärker leistet 60 Milliwatt

und überträgt ein Frequenzspektrum von 20 Hertz bis 20 Kilohertz.

 

Der iPod kann somit gleichzeitig als digitaler Audio-Player und als Datenspeicher dienen - als Festplatte sogar bootbar. Desktopseitig ist er auf das Zusammenspiel mit der hauseigenen Musiksoftware "iTunes" ausgelegt, die dazu auf Versionsstand 2.0 (neu unter anderem: Überblendeffekte) gebracht wurde. Die Anwendung dient zur Digitalisierung von Audio-CDs und Verwaltung der Dateien auf dem Mac und ist in Versionen für das klassische Mac OS und Mac OS X erhältlich. Ipod-Käufer bekommen sie auf CD mitgeliefert, ein Download aus dem Netz ist ebenfalls möglich.

Erhältlich ist der iPod in Deutschland laut Hersteller ab dem 10. November. Er kostet inklusive Kopfhörer (mit Neodym-Magneten), Netzteil und Software 399 Euro plus Mehrwertsteuer.

Übrigens: Falls Sie sich gefragt haben, was denn "Pod" überhaupt bedeutet: Langenscheidts Fachwörterbuch Informationstechnik meint dazu "pod n ELECTRON group of electronic elements elektronische Baugruppe f"...