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iPod-Boom lässt Apples Gewinne sprudeln

20.07.2006
Der US-Computerhersteller Apple hat im dritten Geschäftsquartal unter anderem dank der starken Nachfrage nach dem MP3-Player iPod seinen Gewinn stärker als vom Markt erwartet gesteigert.

"Wir freuen uns sehr, den zweithöchsten Quartals-Umsatz und -Gewinn in der Firmengeschichte von Apple präsentieren zu können", sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Die Aktie war im nachbörslichen Handel sehr gefragt und schnellte zwischenzeitlich um 8,5 Prozent auf 58,70 Dollar hoch.

Der Überschuss von Apple kletterte von 320 Millionen Dollar im Vorjahr auf 472 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Cupertino mitteilte. Je Aktie entspricht dies einem Gewinn von 54 Cent nach 37 Cent im Vorjahr. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten lediglich mit 44 Cent gerechnet.

Beim Umsatz blieb Apple im Berichtsquartal (Ende Juni) dagegen leicht hinter den Erwartungen zurück. Er kletterte von 3,52 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 4,37 Milliarden Dollar (Prognose: 4,4 Milliarden Dollar). Insgesamt lieferte der Computerhersteller mit 1,327 Millionen Rechnern zwölf Prozent mehr aus als im Vorjahr. Vom iPod wurden 8,111 Millionen Stück ausgeliefert, 32 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. "Wir sind begeistert über das Wachstum im Mac-Business", sagte Apple-Chef Steve Jobs. Der Anteil an Intel-basierenden Mac-Rechnern habe in den Monaten April bis Juni bereits 75 Prozent betragen. "Das ist mit Abstand der reibungsloseste und erfolgreichste Übergang, den wir je erlebt haben", sagte der CEO. Der aktuelle Marktanteil von iPods in den USA liege bei über 75 Prozent.