Was zu tun ist

iPhone ins Wasser gefallen: So retten Sie ihr Smartphone

19.07.2018
Von 


Simon Lohmann ist Freier Autor bei macwelt.de.
Der Albtraum eines jeden iPhone-Besitzers kann sehr unterschiedlich aussehen: Kratzer und Dellen, ein gesprungenes Display, ein defekter Homebutton. Besonders schnelle Reaktionen sind gefordert, wenn das iPhone ins Wasser fallen sollte. Mit einem Trick können Sie das Schlimmste verhindern.

Die Inhaber der neueren iPhones ab iPhone 7 bis einschließlich iPhone X sind bereits mit dem eigenen Gerät vor solchen Problemen geschützt: Die neuen Modelle sind relativ wasserabweisend, man muss sich Mühe geben, um den Geräten einen Wasserschaden zuzufügen. Es passiert immer aber wieder mal, dass das iPhone 6S oder 6 ins Klo oder das Waschbecken stürzt.

Gerade bei sportlichen Aktivitäten kann es passieren, dass das iPhone einen Wasserschaden bekommt.
Gerade bei sportlichen Aktivitäten kann es passieren, dass das iPhone einen Wasserschaden bekommt.
Foto: Bon Appetit - shutterstock.com

Hier sind schnelle Reflexe notwendig (wenn man nicht gerade eine wasserdichte Hülle für sein iPhone hat), denn ein durch Feuchtigkeit entstandener Schaden ist für Handy-Hersteller kein Grund für Garantieleistungen.

Falls auch Ihr iPhone einmal ins Wasser fällt, sollten Sie folgende Aspekte beachten:

Bei iPhone 6S und 6S Plus besteht sogar eine noch größere Chance, dass das Gerät vor Wasserschäden bewahrt werden kann. In der iPhone-Generation aus dem Jahr 2015 hat Apple dünne Silikonstreifen verbaut, die das Gerät vor eindringender Nässe schützen soll.

Apple deckt mit seiner Garantie keinen iPhone-Wasserschaden ab

Auf Apples Homepage wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Flüssigkeitsschäden am iPhone oder iPod nicht durch die Garantie abgedeckt sind. Auch Zusatzversicherungen wie der Apple Care Protection Plan (APP) helfen im Zweifel nicht weiter.

„Das iPhone und die meisten iPod-Modelle, die nach 2006 gebaut wurden, verfügen über einen eingebauten Flüssigkeitssensor (LCI), der anzeigt, ob das Gerät mit Wasser oder wasserhaltigen Flüssigkeiten in Verbindung gekommen ist.“

Dieser Sensor (LCI) ist im Normalzustand weiß oder silbern, verfärbt sich jedoch rot, sobald er in Kontakt mit Wasser oder einer wasserhaltigen Flüssigkeit kommt. Wenn Sie herausfinden möchten, ob der LCI im iPhone mit einer Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist, entfernen Sie für die Modelle ab dem iPhone 5 die Abdeckung für das SIM-Kartenfach. Hier finden Sie den Sensor, der über den Gerätezustand informiert.

So finden Sie den Sensor bei den iPhone-Modellen.
So finden Sie den Sensor bei den iPhone-Modellen.
Foto: Apple

Im iPhone 4 und 4S, beziehungsweise im 3G und 3GS, kann der Sensor über den Audio-Eingang oder den Ladeanschluss eingesehen werden.

So finden Sie den Sensor bei den iPhone-Modellen.
So finden Sie den Sensor bei den iPhone-Modellen.
Foto: Apple

Auch beim iPhone 7 und neuer ist Vorsicht geboten: Die neuen iPhone-Modelle sind zwar wasserabweisend, was jedoch nicht bedeutet, dass sie auch wasserresistent sind. Sollten Sie mit dem iPhone 7 mal im Regen stehen – und zwar wortwortlich – , wird das Smartphone wohl keinen Schaden davon tragen. Auch in den Werbespots von Apple sieht man, dass das iPhone 7 vor Spritzwasser geschützt ist.

Allerdings sollten Sie nicht zu experimentierfreudig sein und das iPhone für längere Zeit gänzlich unter Wasser tauchen. Unter Umständen können nämlich trotzdem Wasserschäden entstehen, welche durch die Apple Care nach wie vor nicht gedeckt sind.

Reis gegen Smartphone-Wasserschaden ist kein Allheilmittel

Nicht bei jedem Wasserschaden funktioniert indes der Trick mit dem Reis, es kommt immer darauf an, welche Komponenten betroffen sind. Selbst ein erfolgreicher Neustart nach drei Tagen Trocknungszeit gibt keine Sicherheit: Das Wasser könnte im Inneren des iPhone Korrosion ausgelöst haben, die Folgen erst nach etlichen Tagen oder gar wenigen Wochen auftreten. Sieht man sein iPhone öfter den Gefahren des Wassers ausgesetzt, sollte man sich auf jedem Fall eine wasserdichte Hülle anschaffen, um gar nicht erst in Schwierigkeiten zu geraten.
(Macwelt)