Update für iPhone und iPad

iOS 13.3.1 schließt schwere Lücke bei Passwörtern

29.01.2020
Von  und
Halyna Kubiv ist Content Manager bei Macwelt
Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Nach den längeren Weihnachtsferien auch für die Software-Entwickler bei Apple geht nun die Update-Abfolge in die nächste Runde.

Das erste Update für iOS (und iPadOS) des Jahres 2020 ist da, Apple veröffentlichte gestern iOS 13.3.1. Darin hat Apple vor allem einige Fehler ausgebessert und auch eine neue Sicherheitsfunktion eingeführt: Nachdem Sorgen aufkamen, dass die mit Apples neuer UWB-Chip ausgestatteten iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max trotz deaktivierter GPS-Erfassung Standortdaten erfassen, lässt sich die "Location für Networking and Wireless" in den Einstellungen für die Privatsphäre unter den Ortungsdiensten abschalten.

iOS 13.3.1 behebt etliche Fehler
iOS 13.3.1 behebt etliche Fehler

Einen Fehler, mit dem man die mit iOS 13.3 möglichen Kommunikations-Limits für Kinder in der Bildschirmzeit umgehen kann, hat Apple ebenso behoben wie etwa unerwünschte Echos in Telefonaten und Facetime-Chats. Weitere Fehler wurden im Mail-Programm behoben: So kam es zuweilen vor, dass mehrere "Widerrufen"-Fenster eingeblendet waren. Dazu hat Mail die mitgeschickten Bilder geladen, obwohl die Einstellung "Entfernte Inhalte laden" deaktiviert wurde.

Für ein Punkt-Update führt iOS 13.3.1 eine ungewöhnlich lange Liste der geschlossenen Sicherheitslücken – rund 20 wurden damit geschlossen. Ein potentielles Jailbreak-Schlupfloch, entdeckt von Correlium, der Firma, mit der sich Apple vor Gericht streitet, ist dabei wie auch ein Fehler, wobei die Passwörter über Safari Auto-Fill-Funktion nicht verschlüsselt und im Klartext per WLAN übertragen werden konnten. Allein wegen dieses einen Fehlers lohnt sich schon das Update, stellt doch die Passwort-Übertragung per Klartext ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. (Macwelt)