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Investoren machen Druck auf den Intershop-Aufsichtsrat

07.02.2007
Die Hauptversammlung des E-Commerce-Anbieters wird vorverlegt, um den Aufsichtsrat zu verändern.

Der Jenaer Softwarehersteller Intershop hat auf Druck seiner Aktionäre die Hauptversammlung vom Sommer auf den 9. Mai vorverlegt. Das teilte Intershop am Mittwoch in Jena mit. Eine Gruppe von Aktionären will nach Unternehmensangaben mit der Verlegung eine Debatte über Personalveränderungen im Aufsichtsrat und die Überprüfung von Verträgen erreichen. Die Gruppe, die sieben Prozent

am Grundkapital der Gesellschaft halte, hatte Ende Januar das Vorziehen gefordert. Laut Intershop ist der 9. Mai der frühest mögliche Termin für die geplante ordentliche Hauptversammlung, da bei Einberufung einer ordentlichen HV der festgestellte und testierte Jahres- und Konzernabschluss vorliegen müssen.

Vorstandschef Jürgen Schöttler zufolge wäre die Amtszeit des umstrittenen Aufsichtsrates ohnehin bei der kommenden regulären Aktionärsversammlung abgelaufen. Nun endet sie mit der vorgezogenen Versammlung Anfang Mai. Der Aufsichtsrat stand schon 2006 in der

Kritik. Im August versagte die Hauptversammlung dem Kontrollgremium nach einem erneut verlustreichen Geschäftsjahr die Entlastung mit 74 Prozent Nein-Stimmen. (dpa/ajf)