Investmentbank kauft Computerland-Gruppe

12.06.1987

SAN FRANCISCO (CW) - Bei der mit 800 Geschäften größten Handelskette der DV-Branche, dem US-Unternehmen Computerland, hat jetzt eine private Investorengruppe aus New York das Sagen. Eine Käufergemeinschaft, die von der Investmentbank E.M. Warburg, Pincus & Co. angeführt. wird, übernahm 80 Prozent des Kapitals für einen nichtveröffentlichten Betrag, den die Finanzpresse auf 250 Millionen Dollar schätzt. Die Holding der gleichnamigen PC-Franchisekette hatte seit Ende 1985 unter der Kontrolle von Treuhändern gestanden; Gründer Bill Millard war seinerzeit in einem Rechtsstreit mit der Investmentgruppe Micro/Vest zu Schadenersatz verurteilt worden, hatte aber Berufung eingelegt.

Vom Ausgang der letztinstanzlichen Verhandlung vor einem kalifornischen Gericht hängt nun ab, ob Millard die verbleibenden 20 Prozent des Kapitals behalten darf oder ob sie Micro/Vest-Chef John Martin-Musumeci zufallen.