Web

 

Intershop weitet Verluste aus

27.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Intershop AG kalkuliert für das Ende Dezember abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 8,7 Millionen Euro. Nach einem schwachen dritten Quartal hatte der Softwareanbieter zuvor mit einem Minus von 4,5 Millionen bis 5,5 Millionen Euro gerechnet. Das ursprüngliche Ziel, 2004 erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis vorzulegen, war bereits im Herbst aufgegeben worden. Zudem gab die Company bekannt, dass eine Wandelanleihe erfolgreich platziert wurde. Das Zeichnungsvolumen der Teilschuldverschreibungen bezifferte Intershop mit 10,4 Millionen Euro. Die Mittel aus der Wandelschuldverschreibung sollen die Liquidität und den Abschluss der geplanten Sanierungsmaßnahmen sichern, hieß es.

Im Rahmen einer in den USA anhängigen Sammelklage hat sich Intershop überdies auf einen Vergleich geeinigt. Das Verfahren wegen angeblich falscher Informationen des Unternehmens im Jahr 2000 war seit mehreren Jahren anhängig. Obwohl Intershop eigenen Angaben zufolge von der Erfolglosigkeit der Sammelklage überzeugt ist, hat sich die Firma zum Abschluss des Vergleiches entschlossen. Hierdurch solle die weitere aufwändige Prozessführung bei ungewissem Ausgang vermieden werden. Intershop bezifferte die dafür anfallenden Rückstellungen auf rund 2,3 Millionen Euro. Die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal sowie das Geschäftsjahr 2004 werden am 10. Februar 2005 bekannt gegeben. (ajf)