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Intershop erreicht ruhigeres Fahrwasser

14.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der E-Business-Softwareanbieter Intershop konnte im Schlussquartal 2002 mit 100.000 Euro erstmals wieder einen leichten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erzielen, nachdem im Vergleichszeitraum 2001 noch ein EBITDA-Defizit von 10,7 Millionen Euro angefallen war. Unter dem Strich verbuchte das Jenaer Unternehmen allerdings einen Nettoverlust von einer Million Euro. Im Schlussquartal 2001 betrug das Minus jedoch noch 24,7 Millionen Euro. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um drei Prozent auf zwölf Millionen Euro zu, gegenüber dem vorangegangenen dritten Quartal betrug der Zuwachs sogar 34 Prozent. Die Lizenzerlöse stiegen um 58 beziehungsweise 85 Prozent auf 6,5 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr 2002 ergibt sich damit ein Gesamtumsatz in Höhe von 45,1 Millionen Euro nach 68,7 Millionen Euro im Vorjahr. Den Nettoverlust konnte Intershop von 131,8 Millionen auf 27,5

Millionen Euro reduzieren.

Wegen der anhaltenden Investitionsflaute erwartet der Vorstand, dass die Einnahmen im laufenden Jahr auf Vorjahresniveau stagnieren werden. Außerdem stellte das Jenaer Unternehmen ein ausgeglichenes EBITDA-Ergebnis in Aussicht. Um dauerhaft in die Gewinnzone zu kommen, ist geplant, die Gesamtbetriebskosten auf rund 13 Millionen Euro pro Quartal zu senken. Der einstige Börsenhighflyer hat im Berichtsquartal 34 Stellen gestrichen und beschäftigte zum Jahreswechsel 479 Mitarbeiter. Die liquiden Mittel zu Ende des Quartal bezifferte Intershop auf 22,5 Millionen Euro, das sind 2,1 Millionen Euro mehr als Anfang Oktober. (mb)