Cisco und Teradata kooperieren

Internet-of-Things-Lösung für Smart Cities

16.03.2018
Von 
Martin Bayer ist Chefredakteur von COMPUTERWOCHE, CIO und CSO. Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP.
Mit der Kombination von Ciscos IoT-Plattform mit den Datenanalyse-Werkzeugen von Teradata soll eine Plattform entstehen, auf deren Basis Stadtverwaltungen effizienter und intelligenter mit Daten hantieren können.

Cisco und Teradata wollen gemeinsam eine Lösung entwickeln, die Städte und Kommunen bei der digitalen Transformation und ihrer Entwicklung zu Smart Cities unterstützen soll. Dazu soll Ciscos IoT-Plattform "Cisco Kinetic for Cities" mit Teradatas Analytics-Plattform kombiniert werden. Die Lösung soll den Herstellern zufolge einen integrierten Datenaustausch ermöglichen und so dafür sorgen, dass Städte und Kommunen intelligenter und vernetzter werden.

Ein effektiver und vor allem intelligenter Umgang mit Daten soll unsere Städte in Zukunft smarter machen.
Ein effektiver und vor allem intelligenter Umgang mit Daten soll unsere Städte in Zukunft smarter machen.
Foto: chombosan - shutterstock.com

Heute sei die Datenerfassung und -verwaltung in Städten und Kommunen meist über dezentrale Datensilos einzelner Verwaltungseinheiten organisiert, so die Einschätzung des Herstellerduos. Die Folge: Jede Stadtverwaltung nutzt ein eigenes System mit unterschiedlichen Tools, weshalb stadtweite Transparenz über die vorhandenen Daten und Informationen kaum möglich sei. "Viele Städte haben den Wert ihrer Daten noch nicht vollständig erkannt", sagt Anil Menon, Global President for Smart+Connected Communities bei Cisco. Erst durch die Integration und siloübergreifende Datennutzung ließen sich Dienstleistungen von der Beleuchtung über Verkehrs- und Abfall-Management bis hin zu Bürgerengagement und Sicherheit effektiv planen und steuern.

Daten in Echtzeit verknüpfen und analysieren

Cisco Kinetic for Cities sammelt und aggregiert Informationen aus isolierten städischen Anwendungen in den Bereichen Verkehr, Beleuchtung und Parken. Teradata verküpft diese Echtzeitdaten mit anderen Stadtinformationen, zum Beispiel aus Zahlungssystemen, Bürger­befragungen und analytischen Anwendungen. Durch deskriptive und präskriptive Analysemethoden sowie darauf aufbauende Visualisierungen ließen sich fundierte, datenbasierte Entscheidungen treffen. Beispielsweise könnten Sicherheitsvorfälle automatisch erkannt und Warnmeldungen generiert werden, Verkehrsengpässe ließen sich lokalisieren und Staus durch bessere Ampelschaltungen vermeiden.

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