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Intels McKinley wird ein "großes Ding"

04.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intels kommender Server-Prozessor "McKinley", die zweite Chipgeneration mit IA-64-Architektur, ist im wahrsten Sinne des Wortes groß: Wie aus jetzt veröffentlichten technischen Spezifikationen hervorgeht, bedecken die Schaltkreise der CPU unerwartete 464 Quadratmillimeter. McKinley wird damit zu einem der größten je gefertigten Chips - was die Produktion nicht gerade erleichtert und die Kosten erhöht, weil sich aus einem Wafer weniger Einheiten fertigen lassen.

"Ein reichlich großer Dye", wundert sich Fachmann Kevin Krewell vom "Microprocessor Report". "Das ist ganz sicher eine fertigungstechnische Herausforderung." Der Analyst schätzt die reinen Fertigungskosten auf 300 Dollar pro Stück, wohingegen einige CPUs der 32-bittigen Pentium-Familie für rund 50 Dollar herzustellen seien. Ein Standard-Wafer ergebe gerade 47 McKinleys, aus der gleichen Siliziumscheibe ließen sich 180 Pentium-4s machen.

Eine Reihe von Faktoren sind für die Größe des McKinley verantwortlich. Das Platinenlayout enthält reichlich On-Chip-Cache (3 MB Level 3, 256 KB L2, 32 LB L1) und deutlich mehr Subsysteme als die aktuelle "Itanium"-Generation. Die verfügt zwar über 4 MB L3-Cache; dieser befindet sich allerdings auf separaten Chips. Insgesamt besitzt der McKinley 221 Millionen Transistoren. Suns "Ultrasparc III" kommt im Vergleich auf 29 Millionen, IBMs "Power4" auf 170 Millionen Transistoren. (tc)