"6. Collega-Tag" der Steuerberater in München fordert:

Intelligente Brücke von der Service - zur Inhouse-DV

25.05.1979

MÜNCHEN - "Einen besseren Kompromiß, als er bisher zwischen totaler DV außer Haus und kompletter Inhaus-DV" für Steuerberater geboten wurde, versuchte jetzt der 6. Collega-Tag in München zu finden. Es geht vor allem um mehr "Intelligenz vor Ort, mit der bestimmte Kanzleibereiche wie Leistungserfassung, Auftrags- und Fristüberwachung und Textverarbeitung optimiert werden könnten", so Günter Hässel, Vorsitzender der Steuerberater-Interessengemeinschaft "Collega", die sich vor zwei Jahren nach einem Desaster mit einem "bestimmten Hersteller, dessen Namen wir nicht mehr nennen" gegründet hatte.

Hässel und seine 200 Collega sind der Überzeugung, daß sich viele der angesprochenen "Ad hoc" - Abfragen durch Plattenanlagen mit Terminals machen ließen, und dies heute schon zu einem vernünftigen Preis. Allerdings: Kaum eine der auf dem Markt befindlichen Anlagen biete den Anschluß zu den großen Service-Rechenzentren der steuerberatenden Berufe.

Brauchbare Lösungen, darunter versteht Collega vor allem tragbare Preise, funktionierende Hardware, ausgetestete Software und anwenderbezogene Orgware, sollen in gemeinsamen Gesprächen mit den wichtigsten Herstellern gesucht werden. Hässel betont, "im Augenblick gäbe es noch für keinen Hersteller ein Prä". Erste Ergebnisse sollen auf dem nächsten Collega-Tag im Oktober präsentiert werden.

Mit höflicher Zurückhaltung reagierten die Steuerberater auf die teilweise "recht unbefriedigenden und oberflächlichen Aussagen einiger Hersteller-Vertreter, die sich teilweise vor allem nicht zu

Software-Kernfragen auslassen wollten.

Dennoch, so lobt Hässel, "im Vergleich zu früheren Collega-Tagen hat sich bei ein paar Herstellern das Engagement

verbessert, denn zumindest konkrete Ansatzpunkte wurden gezeigt".