Ausfallsichere Rechner als Koproduktion mit Siemens:

Intel verschafft sich neues Stand-Biin

17.06.1988

ERLANGEN/SANTA CLARA (CW) - Der Siemens-Unternehmensbereich Energie- und Automationssysteme (UB E) arbeitet künftig eng mit der Intel Corp. zusammen. In Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon gründeten die Firmen jetzt ein 50:50-Joint-venture namens "Biin".

Obwohl die Serienproduktion von "Computersystemen für vernetzte Rechneranwendungen besonders hoher Zuverlässigkeit" (Siemens-Mitteilung) in bestehenden, deutschen und amerikanischen Werken noch in diesem Jahr aufgenommen werden soll, halten die Partner nähere Informationen über die gemeinsam entwickelten Rechner vorläufig zurück. Bisher steht lediglich fest, daß es um die Anwendungsbereiche Transaktionsverarbeitung, Fabrikautomation und Medizin geht; daß das Betriebssystem der neuen Rechner in Ada geschrieben wurde, läßt auch auf militärische Anwendungen schließen.

Die Partner scheinen große Pläne mit Biin (sprich: "Bein") zu haben: Chef wird Ex-Sperry-Präsident Joseph Kroger; außerdem unterzeichneten Siemens-Vorstandschef Karlheinz Kaske und Intel-Präsident Andrew Grove den Venture-Vertrag persönlich.