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Intel vermeldet Montecito-Testrekord

29.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bislang verkauft sich Intels reine 64-Bit-Architektur "Itanium" unter den Erwartungen. Die kommende Dual-Core-Ausführung (Codename "Montecito") soll das ändern, und deswegen rührt der Chipkrösus schon mal ordentlich die Werbetrommel. Ein Vierwege-Server mit vier Montecito-Prototypen habe im firmeneigenen Labor im Linpack-Benchmark eine Rechenleistung von mehr als 45 Gigaflops erzielt, teilte Intel mit. Das sei 60 Prozent mehr Leistung als der bisherige Rekord für RISC-Server mit vier Prozessoren (27,5 Gflops), den ein IBM-pServer erzielt hatte.

"Mit diesem Ergebnis nähern wir uns der Möglichkeit, Teraflop-Leistung bereits mit 20 Servern in einem Cluster zu erreichen", erklärte Phil Brace, General Manager von Intels Server Platform Group. Das erleichtere die Anschaffung und die Finanzierung von leistungsstarken Supercomputern.

Server mit Montecito-Prozessoren sollen nach Einschätzung von Intel bis zu zweimal so viel Leistung, drei mal so viel Durchsatz und mehr als zweieinhalb mal so viel Cache aufweisen wie die aktuelle Itanium-2-Generation, bei gleichzeitig 20 Prozent geringerem Stromverbrauch. Der Montecito unterstützt ferner Hyperthreading (HT) und verarbeitet damit viermal so viele Threads gleichzeitig wie sein Vorgänger. (tc)