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Intel übertrifft Prognosen der Wallstreet

14.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Chipgigant Intel hat einmal mehr Grund zur Freude. Das Unternehmen meldet eine Jahresbilanz 1999, die selbst die optimistischsten Erwartungen der Analysten übertraf. Die Einnahmen der Kalifornier kletterten im Vorjahresvergleich um zwölf Prozent von 26,27 auf 29,39 Milliarden Dollar; der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 21 Prozent von 6,07 auf 7,31 Milliarden Dollar beziehungsweise von 1,73 auf 2,11 Dollar je Aktie. Im vierten Quartal, eigentlich der traditionell wachstumstärkste Geschäftsabschnitt von Intel, entwickelte sich die Einnahmenseite nur moderat. Gegenüber dem Schlußquartal 1998 konnte nur ein Umsatzzuwachs um acht Prozent von 7,61 auf 8,21 Milliarden Dollar verbucht werden. Der operative Nettogewinn stieg allerdings um 15 Prozent von 2,08 auf 2,39 Milliarden Dollar oder 69 Cent je Anteilsschein. Die Wallstreet hatte bestenfalls mit einem Vorsteuerertrag je Aktie von 65

Cent gerechnet.

Chief Financial Officer Andy Bryant sprach in einer Stellungnahme von "einer weltweit starken Nachfrage bei allen Produktlinien in allen Regionen". Gleichzeitig sei es Intel gelungen, die Produktionskosten signifikant zu reduzieren. Dies werde sich auch "zukünftig im Wettbewerb auswirken". "Auch das Y2K-Problem hat uns in keiner Weise berührt", ergänzte der Finanzchef. Für das Geschäftsjahr 2000 stellte Bryant trotz anhaltender Preikämpfe im Markt sowie unsicherer Perspektiven im PC-Geschäft ein vergleichbares Wachstum in Aussicht, allerdings könnte es im ersten Quartal "zu einer kleinen Schwächeperiode" kommen.