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Intel: Schnellere Pentiums, langsamere Investitionen

19.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel will in den ersten Juli-Tagen schnellere Pentium-4-Prozessoren vorstellen. Die mit 1,6 und 1,8 Gigahertz getakteten Pentiums sollen in erster Linie Lücken im Angebot schließen und die Vorstellung der 2-Gigahertz-Version in wenigen Wochen vorbereiten. Analysten zufolge könnten PC-Hersteller die neuen Chips zur Abgrenzung vom Angebot der Konkurrenz oder auch von Rechnern mit AMDs Athlon-Prozessoren verwenden.

Doch die Neuankündigungen dürften den Pentium-4-Absatz nicht wesentlich ankurbeln, meinen Marktkenner. Bei den Investitionen in neue Fabrikanlagen jedenfalls tritt Intel auf die Bremse: Eine geplante Erweiterung der Produktionsstätte in Israel, wo unter anderem auch Pentium-4-Prozessoren gefertigt werden, wird nun in absehbarer Zeit doch nicht gebaut. Das neue Werk sollte 3,5 Milliarden Dollar kosten. Doch: "Die Computerindustrie durchlebt eine schwierige Zeit. Wir glauben an eine Erholung zum Ende des Jahres. Aber niemand weiß es ganz genau", so Intel-CEO Craig Barrett.