Intel-Prozeß beginnt erst im März

05.02.1999

MÜNCHEN (CW) - Das US-Kartellamt hat den Verhandlungsbeginn im Verfahren gegen Intel zum wiederholten Mal verschoben. Neuer Termin ist der 9. März 1999. Die Kartellbehörde wirft dem Prozessorhersteller vor, seine Monopolstellung widerrechtlich gegen Konkurrenzunternehmen auszuspielen. Anfang letzten Jahres hatte Intel mehrere Firmen, darunter Digital Equipment und Intergraph, nicht mehr über die Entwicklung seiner Prozessortechnologie informiert, um seinerseits die Herausgabe von Informationen über Technologien dieser Unternehmen zu erpressen. Die dritte Verzögerung des Verfahrensbeginns begründet das Gericht mit dem Fehlen wichtiger Dokumente, die Intel noch einreichen müsse.

Analysten vermuten, daß die Chancen, ungeschoren davonzukommen, für die Pentium-Schmiede weiter steigen. Mit dem Verlust von Marktanteilen an Konkurrenten wie AMD sei die Monopolstellung der Grove-Company lange nicht mehr so ausgeprägt wie im letzten Jahr.