Katmai-Prozessor soll Deschutes ablösen

Intel legt Pläne für Pentium-II-Nachfolger offen

12.12.1997

Noch ist der Übergang von der Pentium- zur Pentium-II-Architektur nicht abgeschlossen, da spricht man bei dem Chipkonzern in Santa Clara, Kalifornien, schon von den nächsten und übernächsten Prozessorgenerationen. Voraussichtlich Anfang 1999 soll die vierte Generation der P6-Architektur (Codename Katmai), die mit dem Pentium Pro begann, das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

Die Katmai-Chips werden demzufolge mit einem erweiterten MMX-Befehlssatz ("MMX2") in unterschiedlichen Varianten, darunter ein Modell mit 512 KB Level-2-Cache, vermarktet werden. Bereits im Januar oder Februar 1998 wird Intel den ersten Deschutes-Prozessor vorstellen, berichten dem Unternehmen nahestehende Quellen. Dabei soll es sich um einen Pentium-II-Chip handeln, der in 0,25-Mikrometer-Technik produziert wird. Der Prozessor arbeitet den Angaben zufolge mit einer Taktrate von 333 Megahertz und paßt in den Slot-1-Sockel des Pentium II. Im April oder Mai sollen 350- und 400-Megahertz-Varianten folgen sowie 233- und 266-Megahertz-Chips für Notebooks (siehe Tabelle). Zu diesem Zeitpunkt ist auch die Freigabe des 440BX-Chipsatzes vorgesehen, der unter anderem Synchronous-DRAM- (S-DRAM-) und Accelerated-Graphics-Port- (AGP-)Komponenten unterstützt. Damit verbunden sei eine deutliche Leistungssteigerung von Rechnersystemen, glaubt der Dataquest-Analyst Nathan Brookwood, da das 440BX-Chipset eine Bustaktrate von 100 Megahertz unterstütze.

Weitere Leistungszuwächse sind im Juni oder Juli 1998 mit 350- und 400-Megahertz-Deschutes-CPUs zu erwarten. Die Chips werden für den überarbeiteten "Slot-2"-Sockel ausgelegt sein und voraussichtlich bis zu 2 MB Level-2-Cache unterstützen. Mit der gleichzeitigen Verfügbarkeit des "450NX"-Chipsets ließen sich dann bis zu vier Slot-2-CPUs in High-end-Workstations oder Servern parallel betreiben. In der zweiten Jahreshälfte 1998 sollen sich sowohl Slot-1- als auch Slot-2-basierte CPUs bis auf 450 Megahertz takten lassen. Der 440BX-Chipsatz wird dann um die Unterstützung der IEEE-1394-Schnittstelle erweitert.