Hyper-Threading erhöht Verarbeitungstempo

Intel forciert Server mit Doppel-CPU

22.02.2002
MÜNCHEN (CW) - Intel erwartet die Umsetzung der Chiptechnik "Hyper-Threading" in Mehrprozessor-Servern noch in diesem Quartal.

Das im vergangenen Herbst auf dem Entwicklerforum in San Jose vorgestellte Chipdesign Hyper-Threading für 32-Bit-"Xeon"-CPUs sollen Kunden bereits in diesem Frühjahr als Zwei- oder Mehrprozessor-Server erwerben können. Dazu legt der Chipfabrikant ein "Early Access Program" (EAP) auf, das es Entwicklern erleichtern soll, sich auf Hyper-Threading sowie Intels "Netburst"-Mikroarchitektur einzustellen.

Hyper-Threading-Prozessoren enthalten zwei logische Prozessoren mit IA-32-Registern auf einer CPU (siehe CW 37/01, Seite 29). Damit können sie Daten aus zwei unterschiedlichen Anforderungen gleichzeitig verarbeiten. Intels "Netburst"-Mikroarchitektur dient ebenfalls der schnelleren Verarbeitung. So werden etwa über eine "Rapid Engine" wiederkehrende Rechenoperationen wie Addition und Subtraktion automatisiert und die eigentliche CPU entlastet.

Voraussetzung für Hyper-Threading ist, dass die Anwendungen über Multithreading-Funktionalität verfügen. Intel hilft den interessierten Entwicklern beim Optimieren der Programme. Dazu wurde das EAP-Programm aufgelegt, das unter anderem auch Werkzeuge wie Compiler oder Libraries bereitstellt. (kk)