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Intel drückt auf die Stimmung

15.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Trotz guter Quartalszahlen hat Intel mit seinem kurzfristigen Ausblick für Verstimmung an den internationalen Märkten gesorgt. Vor allem in Tokio strichen Anleger Gewinne ein und verkauften Tech-Aktien, weil sie nicht auf weitere Höhepunkte spekulieren wollten. Zwar schaffte es Intel (wie Apple und auch Yahoo) im vierten Quartal, Umsatz und Gewinn kräftig zu steigern und dabei die Erwartungen deutlich zu übertreffen. Jedoch geht der Konzern davon aus, im laufenden Berichtszeitraum weniger umzusetzen als im traditionell starken Weihnachtsquartal – was in einem zyklischen Geschäft nicht überraschend sein sollte. Von Januar bis März erwartet das Unternehmen Einnahmen von 7,9 Milliarden bis 8,5 Milliarden Dollar. Den Anlegern reichte dies nicht aus, die Intel-Papiere gerieten nachbörslich unter Druck.

Im vierten Quartal konnte der Chipkonzern den Umsatz von 7,16 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 8,74 Milliarden Dollar steigern. Der Nettogewinn wurde auf 33 Cent je Aktie verdoppelt, umgerechnet waren dies 2,2 Milliarden Dollar. In beiden Fällen konnten sowohl die eigenen Prognosen als auch die Wallstreet-Erwartungen übertroffen werden. Die Geschäfte in den Schwellenländern hätten sich weiterhin gut entwickelt, und auch in den Industrienationen sei eine allmählich steigende Nachfrage verzeichnet worden, hieß es. Im Gesamtjahr setzte der Konzern 30,1 Milliarden Dollar bei einem Nettoprofit von 5,6 Milliarden Dollar um. Für das Geschäftsjahr 2002 hatte Intel Einnahmen von 26,8 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 3,1 Milliarden Dollar ausgewiesen. Die Summe der kurzfristig verfügbaren Mittel stieg um 500 Millionen auf 13,5 Milliarden Dollar. (ajf)