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Intel beteiligt sich an britischem Wimax-Joint-venture

04.04.2006
Der Chiphersteller investiert rund 25 Millionen Dollar in die Gründung von Pipex Wireless.

Gemeinsam mit dem britischen Internet-Service-Provider (ISP) Pipex Communications Plc. gründet Intel die Firma Pipex Wireless. Über seine Finanztochter Intel Capital investiert der Chiphersteller 25 Millionen Dollar in das Joint-venture. Das Unternehmen soll in Großbritannien drahtlose Breitbanddienste auf Basis der Funktechnik Wimax offerieren.

Insidern zufolge hält Pipex an dem Gemeinschaftsunternehmen etwas mehr als 50 Prozent, während Intel die Rolle des Juniorpartners zukommt. Laut Pipex-Chef Peter Dubens ist Intel neben dem ISP der einzige Anteilseigner. Im Laufe des Jahres soll noch eine zweite Finanzierungsrunde folgen.

Pipex ist in Großbritannien einer von zwei Inhabern einer landesweiten Wimax-Lizenz. 2007 will Pipex Wireless in London und Manchester die ersten drahtlosen Breitbandnetze in Betrieb nehmen. Als Technologie kommt dabei der Wimax-Standard 802.16d zum Einsatz. 2008 sollen dann acht britische Ballungszentren mit Wimax versorgt werden.

Böse Zungen lästern angesichts des Intel-Engagements bereits darüber, dass sich der Chiphersteller, der auch Wimax-Chips produziert, hier seinen eigenen Markt herbeikaufe. Über Intel Capital beteiligte sich der Konzern nämlich auch in anderen Ländern an Wimax-Providern. Hierzulande gab Intel erst im Februar der Deutschen Breitband Dienste GmbH (DBD) aus Heidelberg eine Finanzspritze. (hi)