Alles fließt - nur nicht im Internet

Intel beendet das Experiment mit Streaming Media

23.02.2001
MÜNCHEN (CW) - Chipgigant Intel tut sich schwer, abseits der Prozessoren neue Geschäftsfelder zu erschließen. Aus dem Servicebereich für Streaming Media will sich das Unternehmen jetzt zurückziehen, denn die Aussichten sind dort alles andere als rosig.

Gerade einmal neun Monate ist es her, dass Intel offiziell auf den Streaming-Media-Zug aufsprang. Damals kündigte der Chipkonzern an, rund 200 Millionen Dollar zu investieren, um ein globales Backbone zu errichten. Über dieses sollten Firmen ihre Pressekonferenzen und Trainings-Videos senden sowie Sportereignisse live übertragen werden. Nun hat Intel die Notbremse gezogen, die Internet Media Services (IMS) werden im zweiten Quartal eingestellt.

Die schlechte Wirtschaftslage und das Dotcom-Sterben seien dafür verantwortlich, dass weniger Unternehmen die Dienste in Anspruch nehmen wollten, als dies ursprünglich prognostiziert worden war. Es gebe eine Menge Wettbewerber, so die europäische IMS-Marketing-Chefin Alison Pugh von Intel, jedoch sei das Kundenwachstum zu gering ausgefallen.