Intel-8086 als Datenbankzielrechner:Mikro zapft Großrechner an

26.11.1982

MÜNCHEN (hh) - Eine Vereinigung von Mikrocomputer und Großrechner als Datenbankinformationssystem präsentierte die Intel Corporation jetzt in München. Das System erlaubt es, spezifische Daten vom Großrechner zu einem 16-Bit-Mikrocomputer zu transportieren und sie dort lokal zu verarbeiten.

Der Mikro 8086 stellt das Herzstück des Informationssystems Idis dar. Er ist mit einer 35 MB Winchesterplatte, einer Floppy mit einem Megabyte und 768 KB Arbeitsspeicher ausgerüstet. Das neue Produkt ist eine Erweiterung des Datenbankverwaltungssystems 2000 und arbeitet mit IBM-, CDC- und Univac-Computern zusammen.

Zielgruppe dieser "Management-Arbeitsstation" sind nach Aussage der Intel-Verantwortlichen Anwender, die über wenig DV-technische Kenntnisse verfügen, aber dennoch bei ihrer täglichen Arbeit mit Daten umgehen müssen. Dazu gehören Planungsabteilungen, Ingenieurbüros, Laboratorien und Projektleitungen.

Der Grundpreis liegt zwischen 35 000 und 45 000 Dollar. Er beinhaltet alle Standardsoftware, das Betriebssystem Xenix, die relationale Datenbanksprache, einen Wortprozessor, einen Textformatierer, Einrichtungen für die elektronische Post, Kalenderfunktionen und die Programmiersprache C. Das System, das auch unter der Seriennummer 86/735 läuft, ist kompatibel zu Ethernet und unterstützt bis zu fünf zusätzliche Terminals. Es soll im ersten Quartal 1983 erstmals ausgeliefert werden.