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Innovatives Archiv für Patente

16.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Neue Wege der Patentinformation beschreitet das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA), München. "Depatis", eine gemeinsame Entwicklung von Compaq und dem DPMA, steht zunächst 120 Prüfern des Amtes sowie Nutzern der Auslegehalle zur Verfügung, die nun binnen weniger als 0,5 Sekunden auf die Dokumente der weltweit wichtigsten Patentämter zugreifen können.

Herzstück von Depatis ist das zirka 16 Terabyte Speicherkapazität umfassende Archiv, in dem bereits jetzt mehr als 19 Millionen Patentdokumente mit insgesamt über 200 Millionen Faksimileseiten gespeichert sind. Ein Jahr dauerte allein der Aufbau dieser Bestände. Die Faksimiledaten wurden im Ramen eines internationalen Projekts mehrerer Patentämter eingescannt und auf zirka 60 000 Cartridges gespeichert. Von diesen Cartridges mußten die Daten zum einen im Originalscanformat von 300 dpi (dots per inch) auf WORM-Platten und zum anderen nach entsprechender Skalierung in 150 dpi Auflösung auf Magnetplatten geschrieben werden. Die hohe Auflösung dient zum Drucken und die niedrige zum Darstellen vollständiger DIN-A4-Seiten am Bildschirm. Die bis heute investierten Mittel belaufen sich auf zirka 110 Millionen Mark, nach dem Vollausbau sollen es 150 Millionen sein. Ende 2001 ist an eine Anbindung von Departis ans Internet gedacht.