Ratgeber zur Digitalisierung im Mittelstand

Innovativ bleiben und Wachstum sicherstellen

06.02.2019
Anzeige  Mittelständische Unternehmen müssen keine Angst vor der Digitalisierung haben. Im Gegenteil: Mit der richtigen Strategie und den passenden Werkzeugen können sie diesen Transformationsprozess ebenso erfolgreich bewältigen wie die „Großen“.

Der deutsche Mittelstand gilt als besonders agil und innovativ. Das belegen Beispiele aus vielen Branchen, vom Maschinenbau über den Handel bis hin zur Umwelttechnik und Energieversorgung. Doch es besteht kein Grund, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Denn Mittelständler, die ihre Innovationskraft bewahren und eine erfolgreiche Wachstumsstrategie umsetzen möchten, sollten sich mit einem zentralen Thema beschäftigen: der digitalen Transformation von Business-Modellen, Geschäftsprozessen und Angeboten. Denn nach Einschätzung des Markforschungsunternehmens IDC werden im Jahr 2022 rund 60 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts mit digitalen Produkten und Services erwirtschaftet.

Nachholbedarf im deutschen Mittelstand

Doch mittelständische Unternehmen tun sich mit dem Thema Digitalisierung oftmals schwer. Das zeigt beispielsweise eine Studie des deutschen Digitalverbandes Bitkom von 2018. Danach hat die Hälfte der Mittelständler mit bis zu 1.999 Mitarbeitern nach eigener Einschätzung in puncto digitale Transformation einen Nachholbedarf. Von den Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigen räumen 56 Prozent vergleichbare Schwierigkeiten ein.

Ein beträchtlicher Teil der mittelständischen Unternehmen hat Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Das ergab eine Studie des Digitalverbandes Bitkom.
Ein beträchtlicher Teil der mittelständischen Unternehmen hat Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Das ergab eine Studie des Digitalverbandes Bitkom.
Foto: Bitkom Research

Zu den größten Herausforderungen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation zählt, dass Unternehmen agiler werden müssen. So ist es notwendig, die bestehende Produktpalette um eine digitale Versionen zu erweitern. Solche digitalen Angebote haben allerdings meist kürzere Lebenszyklen und müssen daher häufiger erneuert werden als traditionelle Produkte.

Datenmengen wachsen rapide

Hinzu kommt, dass die Digitalisierung zu einem rapiden Anstieg der Datenmengen führt. Unternehmen sammeln nicht mehr nur Informationen über Geschäftstransaktionen, sondern etwa auch Daten über die Vorlieben von Kunden und deren Reaktionen auf die Angebote eines Anbieters. Sie müssen daher auch soziale Medien und Bewertungsportale im Blick behalten.

Mittelständler, die Dienstleistungen wie die proaktive Wartung von Produktionsanlagen anbieten, stehen wiederum vor der Aufgabe, Informationen von Sensoren und Maschinen zu erfassen und auszuwerten. Solche auf Daten gestützten Geschäftsmodelle erfordern daher ein zentrales Datenmanagement, das interne und externe Daten unterschiedlicher Art und Struktur konsolidiert und in verwertbare Informationen umsetzt.

Doch wo ansetzen?

Ein mittelständisches Unternehmen benötigt daher eine flexible und leistungsstarke IT-Umgebung, die ihm gleichzeitig den Zugang zu neuartigen Anwendungen und Technologien eröffnet. Dazu gehören beispielsweise das maschinelle Lernen und Lösungen für das Internet der Dinge (IoT).

Doch wo soll ein mittelständisches Unternehmen ansetzen, wenn es mit der Digitalisierung Ziele ins Auge fasst wie Umsatzsteigerungen oder eine bessere Betreuung der Kunden? Oder wenn es die nächste Stufe bei Effizienz, Produktivität und Innovationsfähigkeit erreichen möchte? Wichtig ist zunächst ein Punkt: Unternehmen sollten die Herausforderung annehmen und Digitalisierungsprojekte starten - nach dem Motto: "Klein anfangen, um schrittweise groß zu werden". Es ist in jedem Fall besser, erste Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, als untätig zu bleiben.

ERP-Lösung für das digitale Business

Ein zentrales Element einer fundierten Digitalisierungsstrategie ist eine ERP-Lösung, mit der ein mittelständisches Unternehmen Datenbestände integrieren und nutzen kann. Zudem sollte die Lösung die Möglichkeit bieten, Geschäftsprozesse miteinander zu verknüpfen und zu automatisieren. Eine weitere Anforderung ist, dass das ERP-System Nutzer dabei unterstützt, ihre Aufgaben schneller und effizienter abzuarbeiten. Dazu tragen digitale Assistenten bei.

Solche Business-Suiten sind heute auch für Mittelständler "in Reichweite" – in Form von Cloud-basierten ERP-Angeboten. Sie ermöglichen es auch kleineren Unternehmen, dieselben Technologien zu nutzen wie ein Großunternehmen, und dies ohne den Aufwand, den die Implementierung und der Betrieb einer solchen Lösung im eigenen Datacenter erfordert.

Wie wichtig solche ERP-Applikationen mittlerweile auch für Mittelständler sind, belegt der kostenlose IDC Ratgeber "ERP der Zukunft – Cloud-basiert – datengetrieben – benutzerfreundlich". Er erläutert, auf welche Punkte Unternehmen achten müssen, wenn sie eine Cloud-gestützte ERP-Business-Suite einführen. Zudem erläutert der Ratgeber, wie mittelständische Firmen solche Lösungen nutzen können, um Digitalisierungsprojekte optimal umzusetzen.

Datenmanagement und Analytics für valide Prognosen

Ein weiterer Baustein des digitalen Unternehmens ist ein Ansatz, der die Integration und Analyse von Daten aus unterschiedlichen Quellen erlaubt. Die Grundlage dafür schafft ein effizientes Datenmanagement. Es beseitigt "Informationssilos" und ermöglicht es Unternehmen, eine einheitliche Sicht auf Daten aus externen und internen Quellen zu gewinnen.

Ein Datenmanagement in Verbindung mit intelligenten ERP-Lösungen aus der Cloud und Analytics-Funktionen ist für mittelständische Unternehmen unverzichtbar, die auf digitale Geschäftsmodelle setzen.
Ein Datenmanagement in Verbindung mit intelligenten ERP-Lösungen aus der Cloud und Analytics-Funktionen ist für mittelständische Unternehmen unverzichtbar, die auf digitale Geschäftsmodelle setzen.
Foto: IDC

Ein Datenmanagement ist die Grundlage für vorausschauende Analysen mithilfe von Analytics-Anwendungen. In solche Auswertungen fließen Informationen aus Geschäftsabläufen, Rückmeldungen von Kunden und Partnern sowie Marktinformationen mit ein. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Trends und potenzielle neue Geschäftsfelder ziehen.

Grundlage für zukunftsorientierte Entscheidungen

Ein wesentlicher Vorteil von modernen Analyse-Werkzeugen ist, dass Mitarbeiter in den Fachbereichen und die Geschäftsführung in Echtzeit auf detaillierte Informationen zugreifen können, die zukunftsgerichtete Entscheidungen ermöglichen. Speziell für mittelständische Unternehmen ist es von Vorteil, dass solche Tools über die Cloud bereitstehen. Sie können daher Analytics-Werkzeuge nutzen, die exakt auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind, inklusive erweiterten Funktionen wie maschinellem Lernen und dem Zugriff auf externe Datenquellen.

Innovations-Knowhow für den Mittelstand

Digitalisierungswissen für alle Branchen, Fachbereiche und Unternehmensgrößen, insbesondere für Firmen aus dem Mittelstand, erhalten Interessierte auch auf der „SAP Now Berlin – Zukunft gestalten“ : Im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin am 13. und 14. März 2019 erhalten die Besucher wichtige Informationen aus erster Hand, um in ihren Unternehmen Innovationen umzusetzen – konkret und interaktiv in praxisnahen Vorträgen, zahlreichen Projektberichten und kurzweiligen Workshops.

Ergänzend dazu steht ein umfangreiches Informationsangebot über Software-Lösungen zur Verfügung, die auf die Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen zugeschnitten sind. Die Palette reicht von ERP-Lösungen über Analyse-Programme bis hin zu kompletten digitalen Plattformen.

Weitere Informationen zu den SAP-Lösungen für KMU finden Sie außerdem hier.

Auch zu den Themen Datenmanagement und Digitalisierung hat IDC jeweils einen kostenfreien Ratgeber speziell für den Mittelstand herausgegeben. Das Paper mit dem Titel "Datenmanagement - Zunehmende Bedeutung für mittelständische Unternehmen"enthält viele praxisorientierten Informationen zum Thema Datenmanagement. Im Ratgeber "Digitalisierung im Mittelstand - Daten analysieren und fundiert Entscheidungen treffen" erfahren Mittelständler, wie sie mithilfe von ERP-Lösungen und Analytics-Werkzeugen neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln und ihren "Datenschatz heben" können.