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Infosys profitiert von wachsender Nachfrage nach Offshore-Outsourcing

11.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der indische IT-Dienstleister Infosys Technologies konnte Gewinn und Umsatz in seinem ersten Geschäftsquartal (Ende: 30. Juni) deutlich steigern: Der Nettoprofit nach US-Gaap kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36 Prozent von 42,8 Millionen auf 58,3 Millionen Dollar oder 44 Cent pro ADS-Aktie (American Depositary Share). Die Einnahmen erhöhten sich um 49 Prozent von 156,3 Millionen auf 233,3 Millionen Dollar. Infosys profitierte dabei von dem wachsenden Trend der Unternehmen, IT-Dienstleistungen in Billiglohnländer wie Indien zu verlagern. So konnte das Unternehmen im Berichtszeitraum 22 neue Kunden werben. Wegen des wachsenden Preisdrucks durch Wettbewerber sanken jedoch gleichzeitig auch die Preise für die Softwareentwicklung um knapp zwei Prozent. Als Resultat schrumpfte die operative Gewinnspanne der Company im Jahresvergleich von 35,9 auf 32,2 Prozent. Im vierten Geschäftsquartal

2002/2003 hatte die Marge noch 33,4 Prozent betragen.

CEO Nanadan Nilekani geht für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres von einem wachsenden Interesse der Unternehmen an Offshore-Outsourcing aus. Gleichzeitig soll sich aber auch der Preisverfall fortsetzen. Infosys hofft, den weiteren Einbruch mit Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle zu zügeln. Außerdem planen die Inder, neue Dienste anzubieten und bestehende Services zu verbessern.

Für das laufende zweite Fiskalquartal erwartet Infosys einen weiteren Anstieg der Einnahmen auf 237 bis 239 Millionen Dollar. Der Gewinn pro ADS-Aktie soll 45 Cent betragen. Für das gesamte Geschäftsjahr stellt das Unternehmen nun einen Umsatz von 966 bis 982 Millionen in Aussicht. Die Gewinnprognose hob der Dienstleister von maximal 1,73 Dollar auf 1,81 bis 1,82 Dollar je ADS-Aktie an. (mb)