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Informatica meldet Umsatzwachstum und Verlust

27.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Software für die Datenintegration spezialisierte kalifornische Anbieter Informatica hat im Schlussquartal 2004 einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet. Wegen der hohen Restrukturierungskosten und andere Aufwendungen wandte sich das Ergebnis unter dem Strich allerdings ins Minus.

Wie die in Redwood City ansässige Firma bekannt gab, kletterten die Einnahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 60 Millionen Dollar. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt nur Erlöse in Höhe von 57,5 Millionen Dollar erwartet. Nach eigenen Angaben erhielt Informatica im Berichtsquartal von 226 Bestandskunden neue Aufträge. Gleichzeitig konnte die Company 65 Neukunden werben.

Unter dem Strich verbuchte Informatica einen Nettoverlust von 105,8 Millionen oder 1,22 Dollar je Aktie, verglichen mit einem Plus von 3,2 Millionen Dollar oder vier Cent pro Anteil im Vorjahr. Die 110 Millionen Dollar hohen Restrukturierungskosten sowie andere Sondereffekte ausgeklammert, erzielte die Softwareschmiede einen Profit von 5,2 Millionen oder sechs Cent je Aktie. Das Pro-forma-Ergebnis lag damit um zwei Cent über dem Analystenkonsens.

Im Gesamtjahr entwickelten sich die Kennzahlen ähnlich wie im Schlussquartal: Die Einnahmen stiegen gegenüber 2003 um sieben Prozent auf 219,7 Millionen Dollar. Gleichzeitig schlug das Jahresergebnis wegen der hohen Sonderaufwendungen von plus 7,3 Millionen auf minus 111,5 Millionen oder 1,30 Dollar pro Aktie um. Auf Pro-forma-Basis erzielte Informatica dagegen mit 13,7 Millionen Dollar oder 16 Cent pro Aktie einen nur unwesentlich kleineren Gewinn als im Vorjahr. Die Analysten hatten im Schnitt einen bereinigten Gewinn von 14 Cent je Anteil bei 217,1 Millionen Dollar Umsatz prognostiziert. (mb)