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Infor meldet schwache Zahlen und Kapitalerhöhung

12.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Infor Business Solutions AG hat im ersten Quartal 2003 erneut einen Umsatzrückgang verbucht: Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sanken die Einnahmen um knapp zehn Prozent von 18,6 Millionen auf 16,8 Millionen Euro. Etwa die Hälfte des Rückgangs führte die Saarländische Softwareschmiede auf die inzwischen vorgenommene Ausgliederung der Tochtergesellschaften in Spanien und den Niederlanden (Computerwoche online berichtete) zurück.

Als Vorsteuerergebnis (EBT) wies Infor einen Verlust von 300.000 Euro aus, nachdem im Vorjahresquartal noch ein leichter Gewinn von 100.000 Euro erzielt worden war. Auf operativer Basis (EBIT) verbuchte der Friedrichtsthaler Anbieter von Betriebswirtschaftssoftware für den Mittelstand nach einer schwarzen Null nun ein Minus von 500.000 Euro.

Das Unternehmen sieht trotz der schlechten Zahlen seine Ziele für das erste Geschäftsquartal erreicht. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatz auf Vorjahreshöhe (74,2 Millionen Euro) sowie einem leicht positiven Ergebnis. Die liquiden Mittel zum 31. März bezifferte Infor auf 5,4 Millionen Euro, das sind 2,2 Millionen mehr als zum Jahreswechsel.

Das im Prime Standard notierte Unternehmen gab außerdem bekannt, sein Stammkapital im Rahmen einer Barkapitalerhöhung und der Ausgabe neuer Aktien um rund zehn Prozent von neun Millionen auf 9,9 Millionen Euro zu erhöhen. Wie die Company ad hoc mitteilte, kamen Aufsichtsrat und Vorstand damit dem Wunsch des Managements und insbesondere des neuen Vorstandsvorsitzenden Joachim Hertel, nach, sich stärker am Unternehmenskapital zu beteiligen. Wie von der Hauptversammlung 1999 beschlossen, wurde darauf verzichtet, den Aktionären ein Bezugsrecht anzubieten. (mb)