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Infineon verbindet Chip mit Nervenzellen

11.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München haben elektrische Signale aus Nervenzellen (Neuronen) ausgelesen. Möglich macht das ein neuartiger biosensorischer Chip von Infineon. Die Neuronen werden auf integrierte Sensoren aufgetragen, die die schwachen elektrischen Signale der Zellen von maximal fünf Millivolt verstärken und verarbeiten. Laut Infineon beträgt der Abstand der einzelnen Zellen zueinander nur acht Mikrometer. Er ist damit kleiner als der Durchmesser eines Neurons. Insgesamt befinden sich auf einem Quadratmillimeter rund 16.000 Sensoren, die jeweils mindestens 2000 Werte pro Sekunde ermitteln können. Dadurch sollen sich neue Erkenntnisse über Hirnfunktionen gewinnen lassen. Die Forscher hoffen, auf diese Weise neue Medikamente gegen Nervenkrankheiten wie Alzheimer entwickeln

zu können. (lex)