Infineon reduziert Produktionskosten von Preiswert-Handys

15.02.2006
Infineon stellt auf dem 3GSM World Congress einen neuen Chip für sogenannte "Ultra-Preiswert-Handys" vor, welcher die Anzahl der elektronischen Komponenten in einfachen Mobiltelefonen von zur Zeit etwa 100 auf weniger als 50 reduzieren und den Preis für komplette Geräte somit auf etwa 16 US-Dollar drücken soll...

Infineon stellt auf dem 3GSM World Congress einen neuen Chip für sogenannte "Ultra-Preiswert-Handys" vor, welcher die Anzahl der elektronischen Komponenten in einfachen Mobiltelefonen von zur Zeit etwa 100 auf weniger als 50 reduzieren und den Preis für komplette Geräte somit auf etwa 16 US-Dollar drücken soll.

Die entsprechenden Handys verfügen folglich lediglich über die Grundfunktionen Telefonieren sowie Versand und Empfang von SMS, doch immerhin auch das Abspielen von polyphonen Klingeltönen soll möglich sein. Der 8x8 mm kleine als E-GOLDvoice bezeichnete Chip vereint Elemente wie Basisband-Prozessor, Sende- und Empfangseinheit, Stromversorgung und Arbeitsspeicher in sich, welche bisher auf mehreren Chips und etwa der doppelten Fläche untergebracht waren.

Der Chip bildet damit das Herz von Infineons zweiter Plattformgeneration für Ultra-Preiswert-Handys (ULC2). Diese unterstützt GSM mit 900/1.800 MHz sowie GSM mit 850/1.900 Mhz und enthält alle für ein Mobiltelefon erforderlichen elektronischen Hardware- und Softwarekomponenten. Neben einer Vielzahl westlicher Sprachen werden darüber hinaus Arabisch, Chinesisch und Hindi durch die Plattform - bei der neben Schwarz-Weiß- auch Farbdisplays ihre Verwendung finden - unterstützt. Mit heute üblichen Handy-Akkus soll die Standby-Zeit eines solchen Ultra-Preiswert-Handys bei mehr als zehn Tagen liegen, während die Gesprächszeit mit über vier Stunden angegeben wird; doch auch handelsübliche Standardakkus, wie Nickel-Metallhydrid-AAA-Zellen sollen zur Stromversorgung genutzt werden können.

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