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Infineon meldet Gewinneinbruch

24.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Infineon Technologies AG, vormals Siemens Halbleiter, hat Ergebnisse für sein zweites Quartal veröffentlicht. Das Unternehmen wies einen Nettogewinn von 23 Millionen Euro oder vier Cent pro Aktie aus. Das sind 123 Millionen Euro weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und sogar 257 Millionen Euro weniger als im vorhergehenden Dreimonatszeitraum. Auch das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) ging deutlich auf zehn Millionen Euro zurück. Das sind 243 Millionen Euro weniger als im Vorjahrequartal und 436 Millionen Euro weniger als im vorhergehenden Berichtszeitraum (in dem allerdings einmalige Sondereinnahmen von 202 Millionen Euro verbucht wurden). Die Bruttomarge sank von 39 Prozent im zweiten Quartal 2000 auf 28 Prozent.

Wenigstens beim Umsatz ging es aufwärts, wenn auch nur mit acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,65 Milliarden Euro. Laut Infineon legten alle Bereich bis auf das Geschäft mit drahtloser Kommunikation zu. Dieses habe unter der "Abschwächung im Markt" gelitten, heißt es. Konzerchef Ulrich Schumacher übte sich in Zweckoptimismus: "Trotz des allgemein schwierigen Marktumfelds konnte Infineon weiterhin gute Margen in den Bereichen drahtgebundene Kommunikation, Sicherheits- und Chipkarten-ICs und Automobilelektronik erzielen", so Schumacher. Diese Aktivitäten werde man strategisch ausbauen, um der derzeitigen Schwäche im Markt für Speicherchips entgegenzuwirken.

Die Anleger freuten sich über das Ergebnis, hatten doch Analysten im Vorfeld einen Umsatzrückgang und rote Zahlen vorhergesagt. Der Kurs von Infineon stieg im frühbörslichen Handel bereits um knapp vier Prozent auf 45,95 Euro (Stand 9.55 Uhr).