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Industrie schließt Allianz für Grid-Computing

21.04.2004

Hewlett-Packard, Intel, Oracle und andere IT-Schwergewichte haben sich zur "Enterprise Grid Alliance" (EGA) zusammengefunden, um den Anwendern das Grid-Computing schmackhaft zu machen. Das Konsortium beschäftigt sich ausschließlich mit Grid im Rechenzentrum und bezieht Datenbanken, Server, Speicher und andere Ressourcen ein. Im Gegensatz zu anderen Grid-Bemühungen, etwa des Global Grid Forums, wollen die EGA-Mitglieder keine Lösungen für Inter-Company-Rechenverbünde oder wissenschaftliches Computern erarbeiten. Vielmehr beschränken sie sich auf zwei Klassen: Grids für Unternehmensanwendungen und für technische Applikationen.

Das Konsortuium hat fünf Arbeitsgruppen eingerichtet, die ein Referenzmodell erstellen sowie Lösungen für Komponenten- und Daten-Provisionierung, für die nutzungsgerechte Abrechnung und zur Grid-Sicherheit erarbeiten sollen. Zudem sollen Mechanismen gefunden werden, mit denen sich die Interoperabilität zwischen Hard- und Software verschiedener Anbieter im Grid testen lassen kann. Im EGA-Board sitzen EMC, Hewlett-Packard, Intel, NEC, Network Appliance, Oracle, Sun und von deutscher Seite Fujitsu-Siemens. Ob die EGA-Bemühungen Erfolg haben werden, ist angesichts der Tatsache, dass IBM und Microsoft bislang nicht mit von der Partie sind, allerdings ungewiss. (kk)