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Industrie fordert EU-weite Maßnahmen gegen Raubkopierer

27.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Verbände der Musik-, Film- und Softwareindustrie haben auf einem Anti-Piracy-Meeting des EU-Rates in Madrid europaweite Regelungen zum Schutz vor professionellen Raubkopierern gefordert. Laut BSA (Business Software Alliance) und MPA (Motion Picture Association) gehen den Unternehmen durch das illegale Vervielfältigen von Datenträgern jährlich mehrere Milliarden Euro Umsatz verloren.

Hauptforderung ist die Einführung des so genannten SID (Source Identification Code). Mit diesem Identifikationscode sollen sich die Quellen aller in Europa gefertigten Datenträger nachvollziehen lassen. CDs oder DVDs ohne SID seien sofort als Raubkopien zu erkennen. Außerdem müssen nach Vorstellung der Verbände Software- und Multimediapiraten härter bestraft werden und mehr Schadensersatz zahlen. Neue Gesetze sollen auch dafür sorgen, dass Urheberrechte schneller geklärt werden. Zudem könnte es eine Aussagepflicht für Raubkopierer erleichtern, Piraterie-Netze vom illegalen Produzenten bis hin zum Vetreiber besser verfolgen zu können, so die Verbände. (lex)