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Indien wehrt sich gegen FBI-Vorwürfe

04.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Indische Offizielle haben vehement den Vorwürfen widersprochen, die ein hochrangiger US-Datenschützer in der vergangenen Woche erhob. Michael Vatis vom FBI-Ableger National Infrastructure Protection Center (NIPC) hatte gemutmaßt, ausländische Softwarefirmen hätten sich möglicherweise unter dem Vorwand von Jahr-2000-Umstellungen heimlich Zugänge zu sicherheitsrelevanten Computersystemen der Vereinigten Staaten verschafft (CW Infonet berichtete).

Konkret hatte Vatis Indien und Irland verdächtigt. Indische Programmierer haben Jahr-2000-Aufträge für mehr als zwei Milliarden Dollar für US-Kunden ausgeführt. Dewang Mehta, President der National Association of Software and Services Companies (Nasscom) verwahrte sich jetzt gegen die Unterstellungen. Für indische Unternehmen stehe in dieser Angelegenheit zu viel auf dem Spiel, erklärte der Funktionär. Erstens wolle man die Jahr-2000-Gelegenheit nutzen, um langfristig neue Kunden an sich zu binden, und zweitens sei der Großteil der Aufträge vor Ort und unter Aufsicht der Auftraggeber vonstatten gegangen.