Rückschlag für Apple

Indien verbietet Apple den Verkauf gebrauchter iPhones

04.05.2016
Von Peter Müller
Apple darf in Indien keine generalüberholten iPhones verkaufen, ein zweiter diesbezüglicher Antrag ist gescheitert.
Apple-CEO TIm Cook und Indiens Premierminister Shri Narendra Modi.
Apple-CEO TIm Cook und Indiens Premierminister Shri Narendra Modi.
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Am Montag hatte sich Tim Cook im Interview mit dem Fernsehsender CNBC noch optimistisch über die Aussichten Apples im Wachstumsmarkt Indien geäußert, am Dienstag folgte aber ein bedeutender Rückschlag für Apples Pläne. Indiens Regierung hat nun zum zweiten Mal einen Antrag Apples auf Verkauf von wiederaufbereiteten (refurbished) iPhones zurückgewiesen, berichtet Bloomberg.

Die Begründung folgt zwei Hauptargumenten: Einerseits fürchten die Behörden, im Gefolge Apples kämen weitere Elektronikproduzenten auf die Idee, Altgeräte auf dem Subkontinent zu verkaufen und letztendlich zu entsorgen, andererseits gefährdete der Import der preiswerten und wieder auf neu getrimmten iPhones die heimische Produktion. Apple hatte in seinem Antrag versprochen, den fraglichen iPhones bei Wiederaufbereitung neue Seriennummern zuzuweisen, von einer Strategie zur Entsorgung von Altgeräten könne daher keine Rede sein.

Apple hat in Indien derzeit nur einen Marktanteil von zwei Prozent, selbst das günstigere iPhone SE dürfte es als Neugerät mit seinem Preis noch recht schwer haben. Das Wohlstandsniveau in Indien hängt im Vergleich zu dem in China und seiner wachsenden Mittelschicht noch deutlich hinterher.

Praxis, Ratgeber und Tipps

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Vergangenen Herbst hatte Tim Cook den Ministerpräsidenten Indiens, Shri Narendra Modi, in San Jose getroffen. Thema der Gespräche waren unter anderem Apple Pay und mögliche Produktionsstandorte in Indien. (Macwelt/mb)