Inder verlieren den Anschluss

22.12.2005

Während die großen indischen IT-Dienstleister Tata Consultancy Services (TCS), Wipro, Infosys und Satyam mit ihren enormen Wachstumsraten weltweit in die oberste Liga der Service-Provider stürmen, spielen sie in Deutschland bislang keine bedeutende Rolle - und daran wird sich auch im neuen Jahr vermutlich wenig ändern. Um hier eine bedeutende Marktposition zu erlangen, ist lokale Präsenz erforderlich.

Doch daran hapert es, obwohl es Gelegenheiten zur Übernahme deutscher IT-Dienstleister bereits zuhauf gab. Die Inder drohen zumindest hierzulande als Verlierer aus der anhaltenden Marktkonsolidierung hervorzugehen. Dabei wäre Eile geboten: Die lokalen und etablierten IT-Dienstleister haben bereits weltweite Lieferketten aufgebaut und können den Offshore-Anbietern allmählich auch preislich Paroli bieten. Die Argumente für Anwenderunternehmen, sich einem indischen Anbieter anzuvertrauen, haben in der Vergangenheit schon wenig gefruchtet, und sie werden in Zukunft noch schwächer. (jha)