Ein Softwaremonitor lohnt sich

In vier Monaten amortisiert

17.12.1976

KÖLN - Innerhalb von vier Monaten hat die Salamander AG (Kornwestheim) durch Einsparungen bei Überzeitmiete für eine

IBM-370/145 und bei Überstunden die 11 600 Mark amortisiert, die sie für das Softwarepaket Presto ausgegeben hat. Das "Online-Meß- und Überwachungsinstrument" für virtuelle IBM-Systeme unter OS - so nennt der Anbieter Zeda seinen Softwaremonitor - liefert am Sichtgerät fünf verschiedene "Bilder", die die Systemauslastung anzeigen sowie verschiedene Statistiken.

Bei Salamander wird mit einem Bild das Band/Platen-Operating geführt, in der Arbeitsvorbereitung ist in Bildschirm installiert, der wahlweise als Zweitkonsole, TP-Masterterminal oder Presto-Schirm benutzt werden kann. Für die Schuhfabrik wesentliche Aspekte:

- Die Programme des Beleg- und Streifenlesers müssen real laufen. Treten Verzögerungen bei der Zuordnung von Speicher durch "gefixte" Seiten auf, so kann die blockierende Task ermittelt werden.

- Programmschleifen, die gelegentlich beim Testbetrieb auftreten, sind deutlich zu erkennen und zuzuordnen.

-Bei starker Belastung erhöht sich der Durchsatz unter Umständen wesentlich, wenn weniger Batch-Partitionen gefahren werden.

Das Paket wurde von Salamander gekauft, obwohl bereits Untersuchungen über die Beschaffung neuer Hardware liefen: Es sollte während der restlichen Installationszeit der 145 dazu beitragen, "erträgliche Antwortzeiten und termingerechte Abläufe zu gewährleisten". EDV-Leiter Werner Sindel beim BIFOA-Seminar in Köln: "Wir setzen heute auch bei der IBM 370/158 Presto durchgehend ein. Das Paket dient zur Überwachung und Analyse des Systemverhaltens. Wenn zu Zeiten starker TP-Aktivitäten Warteschlangeprobleme auftreten, können wir mit Hilfe des Monitors die Antwortzeiten von bis zu fünf Sekunden bringen. Außerdem erkennen wir stets ungenutzte Reserven und können dadurch den Durchsatz erhöhen." -py