IT-Infrastruktur: Drei Fragen an den RZ-Experten

In den RZ steckt viel mehr als genutzt wird

22.03.2021
Anzeige  Die Cloud Hyperscaler drängen ins Rechenzentrum, gleichzeitig öffnen sich barrierefreie Wege vom RZ in die Public Cloud. Wie lässt sich das Beste aus beiden Welten rausholen, und welche Business-Vorteile lassen sich generieren? Drei Fragen an Michael Homborg, Category Manager Primeflex bei Fujitsu.
3 Fragen an den Experten Michael Homborg.
3 Fragen an den Experten Michael Homborg.
Foto: Fujitsu

Frage 1: Herr Homborg, das eigene Rechenzentrum gewinnt wieder an Bedeutung, denn die neuen Hybrid-Cloud-Architekturen erlauben ein friktionsloses Verschieben zwischen On- und Off-Premises. Was ist auf RZ-Seite zu tun, um das Beste aus beiden Welten zu nutzen?

Michael Homborg: Ich beobachte ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Hybrid Cloud Computing: Die beiden Rennpferde heißen "Blob-up" und "Blob-down". Blob-down bedeutet, dass die Hyperscaler ihre Cloud von oben bis in die Keller der Kunden hineindrücken, beispielsweise Google mit Anthos oder AWS mit Outposts. Mit ihrer "Cloud vor Ort" adressieren sie dann die bekannten Remote-Probleme: Latenz, Data-Governance, Data-Recovery sowie Cold- oder Frozen-Storage.

Diesen Blob-down-Lösungen stehen die Blob-up-Lösungen von VMware und Nutanix gegenüber, die von unten nach oben wirken. Damit lassen sich virtuelle Lösungen so in einer Public Cloud betreiben, als würden sie im benachbarten Raum stehen. Ich gehe davon aus, dass sich Blob-up durchsetzen wird, weil die universellen Lösungen den proprietären schon immer überlegen waren Der Kunde wird hier die Wahl haben mit welchem Hyperscaler er arbeiten wird und später auch ggf. wechseln können.

Frage 2: Die IT steht unter Druck, mehr mit weniger zu erreichen - "doing more with less". Beginnen wir mit dem "Weniger": Gibt es neue Technologien oder Methoden, mit denen sich TCO und Administration spürbar senken lassen?

Michael Homborg: Jede - aber auch wirklich jede - Maßnahme im Bereich Software-Defined-Infrastructure (SDI) oder Hyper-Converged-Infrastructure (HCI) senkt sofort den TCO und den Aufwand. Was ich aber hervorheben möchte, sind die positiven Effekte für die Teams: Durch die Konsolidierung auf weniger Elemente, das Streamlining von Prozessen, eine bessere Fehler-Analyse sowie die Nutzung ein und derselben GUI sind die Aufgaben nicht mehr so starr an eine Person gebunden. So kommt es zu einer kreativeren Kooperation, zu "mehr Mensch" - und das ist vielleicht das Wichtigste, was uns diese Technologie an die Hand gibt.

Ich bekomme hierzu immer wieder Anfragen, die ich mit einer Ausführung der damit verbundenen Benefits beantworte. Aber das würde hier zu weit führen.

Frage 3: Und nun zum "mehr": Mit welchen konkreten Tools oder Systemen kann die IT die Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und neue Einsatzfelder besser unterstützen?

Michael Homborg: Das ist ein ganz wichtiger Punkt: Liebe CIOs, macht mehr mit euren HCI/SDI-Plattformen, verlangt mehr von den Betriebssystemen und konsolidiert und automatisiert mehr. Vor allem aber: Probiert mehr Neues. Die Plattformen sind das eine, das andere ist, was sich damit alles zur Business-Unterstützung rausholen lässt. Die Technologien sind vorhanden: Desaster-Recovery to the Cloud, Database as a Service, IoT-Integration mit Big Data, Multi Cloud Management, Kubernetes und vieles mehr. Ich biete den Leserinnen und Lesern an, mit mir einen individuellen und unverbindlichen Gesprächstermin darüber zu vereinbaren. Sie werden staunen, was alles möglich ist.

Unser Angebot an Sie: Diskutieren Sie im Rahmen der Fujitsu Expert Talks Ihre individuellen Fragen mit Michael Homborg. Vereinbaren Sie einen persönlichen Online-Gesprächstermin – unverbindlich und exklusiv.

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