Kommentar von SAP-Managerin Kerstin Geiger

Impulse der Kunden aufsaugen

21.09.2010
Die Marktbedingungen für Unternehmen verschiedener Branchen haben sich innerhalb weniger Jahre deutlich verändert. Gewachsene Strukturen brechen auf, die Angebotspalette muss erweitert werden. Strenge Branchenfokussierungen werden mehr und mehr obsolet. IT-Unternehmen müssen darauf reagieren und ihre Kunden mit individuellen, skalierbaren Lösungen unterstützen. Kundennetzwerke, Co-Innovationspartner und Advidory-Councils sind deshalb bei SAP längst etabliert.
Kerstin Geiger ist Head of Industry Solutions bei SAP. Seit Februar 2010 verantwortet die promovierte Maschinenbauerin das Industrie Solution Management der SAP. Das Industrie Solution Management ist verantwortlich für die Industrie Go-to-Market–Strategie, die Konsolidierung von Markt- und Kundenanforderungen, sowie die Definition, Validierung und Kommerzialisierung der gesamten Lösungen für die industrierelevanten End-to-End-Geschäftsprozesse.
Kerstin Geiger ist Head of Industry Solutions bei SAP. Seit Februar 2010 verantwortet die promovierte Maschinenbauerin das Industrie Solution Management der SAP. Das Industrie Solution Management ist verantwortlich für die Industrie Go-to-Market–Strategie, die Konsolidierung von Markt- und Kundenanforderungen, sowie die Definition, Validierung und Kommerzialisierung der gesamten Lösungen für die industrierelevanten End-to-End-Geschäftsprozesse.

Kinderkleidung und Schmuck vom Kaffeeröster, Autos und Bahntickets und Werkzeuge vom Discounter sind für uns Verbraucher inzwischen Alltag geworden. Viele Handelsketten haben ihre Produktpalette seit Jahren auf bis dato branchenfremde Waren oder Dienstleistungen ausgeweitet.

Smart Metering im All inclusivce-Paket der Telekom

Dass aber beispielsweise Telekomanbieter in komplett neue Geschäftsbereiche vorstoßen und alternative Branchen für sich entdecken, ist relativ neu. Als Beispiel hierfür sei die Deutsche Telekom genannt, die zunehmend als Dienstleister für die Energiewirtschaft tätig wird. So installiert und betreibt die Telekom in den Privathaushalten einiger Kommunen mittlerweile intelligente Gas- und Stromzähler und übernimmt die automatische Verbrauchsmessung sowie die Abrechnung von Energieleistungen. Mit Smart Metering im All-inclusive-Paket wird sie auf diese Weise zum Partner der Energiewirtschaft. Im Rahmen einer solchen Lösung installiert die Telekom neben intelligenten Zählern in den Haushalten eine Kommunikationsbox, die über eine sichere DSL-Infrastruktur, aber auch über mobile Verbindungen die Verbrauchsdaten der verbundenen Zähler in ein Hochsicherheitsrechenzentrum überträgt und an die Stadtwerke weiterleitet. Darüber hinaus profitieren Energieunternehmen von der Expertise, die die Telekom im Bereich von volumenstarker Rechnungsstellung und -aussendung hat. Diese Form der branchenübergreifenden Neuausrichtung wird als äußere Transformation bezeichnet, da diese Unternehmen in Branchen und Geschäftsfelder vorstoßen, in denen sie bisher nicht tätig waren.