Content-Management in Zeiten der Digitalisierung

Immer mehr Produktdaten fordern die Warenwirtschaftssysteme

06.03.2017
Von 
Matthias Weber ist Experte auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware (ERP, CRM und Warenwirtschaft). Mit seinem Beratungsunternehmen mwbsc GmbH unterstützt er ERP-Hersteller, ERP-Anbieter und mittelständische Unternehmen bei der Einführung von kaufmännischer Software.

Anschluss an Verkaufskanäle

Im Idealfall verwaltet man alle Produktinformationen an einer Stelle. Gut geeignet ist dafür die Warenwirtschaftssoftware. Als zentrale Quelle werden aus dieser Software heraus alle nachfolgenden Prozesse bedient. Sei es als Nachschlagewerk für den Verkaufsberater oder für die Katalog-Erstellung. Ziele, die das PIM-System beliefern sollte sind:

  • Print-Katalog, für den Druck

  • Online-Katalog, für die Webseite

  • Webshop-Katalog, für den Online-Shop

  • Marktplatz-Kataloge, für die Verkaufskanäle wie Amazon, eBay und Co.

Die Qualität der Artikeldaten ist ein wichtiges Kriterium für den Verkaufserfolg. Online-Interessenten neigen heute dazu andere Marken oder bei anderen Firmen zu kaufen, wenn dort im Moment der Kaufentscheidung die Informationen besser sind.

Im Idealfall wird der Online-Shop nicht mehr als eigene Einheit betrieben, sondern hat eine Integration zur Warenwirtschaft und dem PIM-System.
Im Idealfall wird der Online-Shop nicht mehr als eigene Einheit betrieben, sondern hat eine Integration zur Warenwirtschaft und dem PIM-System.
Foto: Panchenko Vladimir - shutterstock.com

Zum Standard einer modernen Warenwirtschaft gehören weitere Schnittstellen zu Marktplätzen wie Amazon und eBay. Mit dieser Integration sind Produktdaten auf allen Verkaufskanälen stets aktuell und potenzielle Käufer werden umfassend informiert.

Schnittstellen zu den Online-Verkaufskanälen sind für den zukünftigen Geschäftserfolg von technischen Händlern und Handwerkern wichtig. Der Handel verlagert sich immer mehr ins Internet. Zukunftssichere Software muss nicht nur Produktdaten für die Verkaufskanäle zur Verfügung stellen, sondern auch Aufträge aus den Kanälen ohne Mehraufwand empfangen können. Nur wenn die Kundenbestellungen in der Warenwirtschaft automatisch angelegt werden, können Geschäftsprozesse automatisiert ablaufen.

Fazit:

Die Digitalisierung und auch Globalisierung treibt technische Händler und Handwerker, um auf dem Markt zu bestehen, zu Automatisierung und Optimierung. Standardisierung und moderne zukunftsorientierte Software ist die Grundlage für den digitalen Geschäftserfolg. Warenwirtschaftssoftware muss sich an den Anforderungen der Branche orientieren und die aktuellen Markttrends unterstützen.

Mit dem Wissen um die Anforderungen an die Software ist die Auswahl unter den 300 Software-Herstellern auf dem Markt trotzdem nicht einfach. Neben branchenneutralen Lösungen gibt es auch branchenaffine und branchenspezifische Produkte auf dem Markt. Um in die richtige Software zu investieren, sollte ein unabhängiger ERP-Experte hinzugezogen werden, sofern die Expertise für kaufmännische Software im eigenen Hause nicht besteht. Um einen Überblick über bekannte Software-Hersteller zu bekommen empfiehlt sich auch ein Blick auf www.suche-warenwirtschaft.de. Ein Software-Hersteller-Verzeichnis gibt Übersicht über Hersteller, Produkt und Branchenfokus.