Im Test: Luxus-Soundsystem Sonos

12.11.2007
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Der C64 legte in den 80er Jahren wohl den Grundstein für meine spätere Karriere als IT-Redakteur. Wie bei so vielen Anwendern dieser Zeit kamen danach Amiga und schließlich der erste Intel-PC ins Haus. Dabei faszinierte mich immer wieder aufs neue der Fortschritt der Technologie. Spannend zu beobachten war die Entwicklung des Internets, das in meinen Studienzeiten noch aus der Startseite von Yahoo und Netscape bestand. Auch an Internet-Tarife mit Minutenabrechnung kann ich mich noch erinnern. Und bald war klar, dass ich für ein Online-Angebot arbeiten möchte - es wurde die PC-WELT. Neben der Evolution des Internets von einem Nerd-Spielzeug hin zum allgegenwärtigen Medium waren und sind vor allem alle Entwicklungen im Bereich Home Entertainment, Gadgets, Konsolen und mehr zu einem Steckenpferd geworden, über das ich immer wieder gerne schreibe. Es ist faszinierend, wie Themen wie beispielsweise das Musik-Streaming von kleinen Start-up-Buden über die Jahre hinweg zu Multimillionen-Dollar-Unternehmen wurden und mehr und mehr zum Mainstream werden. Ich finde es nach wie vor spannend, wie sich die Welt der IT und der Unterhaltungselektronik entwickelt und freue mich schon auf die kommenden Jahre. Mein aktuelles Aufgabengebiet als Vice President Portalmanagement und Analytics umfasst die komplette Steuerung des Content- und Portal- Managements für alle Websites von IDG Deutschland (pcwelt.de, macwelt.de, computerwoche.de, cio.de und channelpartner.de). Mein Team und ich kümmern uns um die Optimierung und Ausspielung der Online-Inhalte, die Steuerung der Homepages und Newsletter, die Weiterentwicklung der Web-Seiten, SEO sowie  Content- und Traffic-Analysen.

Sonos und Napster

Neu in der Software-Version 2.5 ist die direkte Integration des Napster-Musikdienstes in das Sonos-System. Eine 30-tägige Testversion von Napster steht dabei ohne Registrierung zur Verfügung. Hierüber haben Sie dann Zugriff auf über 5 Millionen Songs, redaktionell betreute Radiokanäle und weitere kleine Annehmlichkeiten, wie eine Musik-Historie.

Die Integration des Napster-Clients erweitert die Möglichkeiten des Systems um einiges und zeigt dabei, wohin der Weg in Sachen digitale Musik gehen kann. Denn bei der Musikwahl sind Sie in diesem Fall lediglich durch die Größe des Napster-Musikkatalogs begrenzt. Im Test wurden nahezu alle gesuchten Titel gefunden und in guter Qualität wiedergegeben. Im LC-Display des Controllers wird dabei auch das Album-Cover angezeigt. Die Suche und die Auswahl einzelner Künstler, Songs oder Alben gestaltete sich kinderleicht und vor allem flott. Sie können beispielsweise verschiedene Titel in einer Playlist zusammenfassen und diese nacheinander oder in zufälliger Reihenfolge wiedergeben lassen. Oder Sie lassen sich von den vielfältigen Napster-Radiokanälen berieseln und können so auch auf unbekannte, aber nicht minder interessante Interpreten stoßen.

Nach der 30tägigen Testphase kostet die Napster Musik-Flatrate monatlich 9,95 Euro. Dafür können Sie alle Songs aus dem Katalog unbegrenzt nutzen und auch auf den PC herunter laden. Wird die Flatrate beendet, können die Titel nicht mehr genutzt werden. Nachteil: Bei dieser Flatrate ist es nicht möglich, Musikstücke auf tragbare Player zu übertragen, erst der Tarif Napster to go beinhaltet diese Möglichkeit, kostet dafür aber monatlich 14,95 Euro.

Betrachtet man nun das Sonos-System in Verbindung mit Napster, relativiert sich der Betrag von 9,95 Euro pro Monat recht schnell. Dafür erhalten Sie immerhin Zugriff auf ein stetig wachsendes Musikarchiv, das kaum Wünsche offen lässt und immer parat ist, ohne dass erst umständlich CDs gesucht oder gekauft werden müssen.