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Im Siemens-Aufsichtsrat droht ein Eklat

06.11.2006
In der Aufsichtsratssitzung bei Siemens am kommenden Mittwoch droht Presseberichten zufolge ein Eklat.

Die Vertreter der Arbeitnehmer verlangen laut „Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“ von Vorstandschef Klaus Kleinfeld die Offenlegung der Verträge über die Abgabe der Handy-Sparte an BenQ. Bisher bleibe der Siemens-Chef in der Frage stur, heiße es in Kreisen des Aufsichtsrates, schreibt das Blatt.

Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer sagte dem „Tagesspiegel am Sonntag“: „Das letzte Geschäftsjahr war beschäftigungspolitisch eine Katastrophe.“ Angesichts des Imageschadens nach dem Verkauf der Handy-Sparte an die inzwischen insolvente BenQ Mobile und der zahlreichen Baustellen im Konzern sei die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Siemens und damit die Motivation vieler Mitarbeiter verloren gegangen. Schon unter Kleinfelds Vorgänger Heinrich von Pierer, heute Siemens-Aufsichtsratschef, seien wichtige Trends „völlig verpennt“ worden, so Neugebauer weiter. (dpa/tc)