Im Gegensatz zur 486-CPU: Compaq bei Pentium-CPU von Kopf bis Fuss auf Intel eingestellt

22.09.1995

MUENCHEN (IDG) - Drei Dinge braucht der Mann: Verfuegbarkeit, Kompatibilitaet und ein gutes Preis-Leistungs-Verhaeltnis. John Rose, bei Compaq als Senior Vice-President und General Manager zustaendig fuer die PC-Division sowie in Compaqs Geburtsstunde dessen Risikokapitalgeber, aeusserte sich mit diesen Worten zu den Plaenen des PC-Marktfuehrers, andere als Intel-Prozessoren in seinen Rechnern einzusetzen.

Gegenueber der IDG-Nachrichtenkorrespondentin Cara Cunningham bestaetigte Rose zwar, dass Compaq sowohl mit der Nexgen Inc. als auch allen anderen Anbietern von PC-Prozessoren zusammenarbeite. Drei Voraussetzungen muessten aber erfuellt sein, neben Intel-Chips auch die Prozessoren anderer CPU-Anbieter zu verwenden: Entsprechende Produkte haetten hundertprozentig kompatibel zu Intel-Chips zu sein. Alternative Prozessoren muessten zudem verfuegbar sein - und zwar in grossen Mengen. Ausserdem sollte natuerlich der Preis in bezug auf die Leistung stimmen.

Seien diese drei Bedingungen gegeben, sei es kein Problem, Intel- Alternativen in Compaq-PCs einzusetzen. Dies habe man bei 486- Chips mit Erfolg exerziert.

Die wichtigste Aussage von Rose kam am Schluss des Interviews: Von den Pentium-Alternativ-Prozessoren erfuelle aber keiner alle drei Voraussetzungen. Er dachte dabei wohl an AMDs "K5"- und Cyrix "M1"-Chips sowie die Pentium-Konkurrenz-Chips von Nexgen. Zumindest beim Pentium-Prozessor ist Compaq also von Kopf bis Fuss auf Intel eingestellt.