IL0-Studie über Bildschirmarbeit

15.09.1989

GENF (vwd) - Der Arbeitsschutz hinkt nach Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf hinter der steigenden Zähl von Bildschirmgeräten am Arbeitsplatz her. Nach einer ILO-Studie hat der Wissensstand über die Arbeitsschutzaspekte der Bildschirmtätigkeit nicht mit der rasanten Ausbreitung der Geräte mithalten können. Fachübergreifende Forschungsanstrengungen seien daher dringend notwendig.

Einig sind sich die Experten offenbar darin, daß Bildschirme die Augen und das Muskelknochensystem direkt beeinträchtigen sowie indirekt zum Streß beitragen. Andere Risiken, wie die angebliche Häufung von Fehlgeburten und Geburtsfehlern bei Frauen, konnten dagegen nicht schlüssig nachgewiesen werden, so die Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation. Eine praktische Anleitung zur Erhaltung der Gesundheit bei Bildschirmtätigkeit sei zu erarbeiten. Sie müsse von den Regierungen, den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern gemeinsam erarbeitet werden.