Augmented Reality

Ikea nutzt Apples ARKit für eigene Einrichtungs-App

Peter Müller ist der Ansicht, dass ein Apple täglich den Arzt erspart. Sei es iMac, Macbook, iPhone oder iPad, was anderes kommt nicht auf den Tisch oder in die Tasche. Seit 1998 beobachtet er die Szene rund um den Hersteller von hochwertigen IT-Produkten in Cupertino genau. Weil er schon so lange dabei ist, kennt er die Apple-Geschichte genau genug, um auch die Gegenwart des Mac-Herstellers kritisch und fair einordnen zu können. Ausgeschlafene Zeitgenossen kennen und schätzen seine Beiträge im Macwelt-Morgenmagazin, die die Leser werktags pünktlich um acht Uhr morgens in den nächsten Tag mit Apfel und ohne Doktor begleiten. Privat schlägt sein Herz für die Familie, den FC Bayern, sechs Saiten, Blues-Skalen und Triolen im Shuffle-Rhythmus.
Mit dem Start von iOS 11 will Ikea eine der ersten AR-Apps auf der Basis von ARKit veröffentlichen. Damit kann man die eigene Wohnung virtuell einrichten.

Möbel virtuell: Das schwedische Möbelhaus Ikea, das schon kurz auf der WWDC-Keynote im Themenbereich AR erwähnt wurde, wird eine der ersten Apps herausbringen, die von Apples ARKit profitiert. Mit der App will Ikea das Einkaufserlebnis raus vom verwinkelten Kaufhaus heim in die einzurichtende Wohnung bringen und damit optimieren. Fotorealistische Darstellungen der Möbel soll man in der App "auf den Millimeter genau" in Fotos der eigenen Räume einpassen können, damit man einen perfekten Eindruck davon erhalte, wie das neue Ikea-Sofa in der gegebenen Umgebung wirke und ob es überhaupt reinpasse. Zum Start der App sollen schon mehrere hundert Produkte im AR-Katalog zur Verfügung stehen.

Neue App von Ikea
Neue App von Ikea

In einem Interview gegenüber der schwedischen " Digital" hat Michael Valdsgaard, der Manager für digitale Transformation bei Ikea verraten, dass die App wohl im Herbst, gleich nach dem Start von iOS 11, veröffentlicht werde: "Über eine Nacht verwandelt sich Apple zu der größten Plattform für AR-Anwendungen. Für uns ist es super interessant." Dass die Zusammenarbeit zwischen Ikea und Apple so gut funktioniere, erklärt Valdsgaard damit, dass der Software-Anbieter die Technologie für die erweiterte Realität auch außerhalb der Spiele-Apps und Spiele-Welten anbiete. Ikea sei ebenfalls darauf bestens vorbereitet, weil die Firma bereits jetzt über 500 3D-Modelle aus dem eigenem Katalog gefertigt habe. Ziel sei es demnach, dass der Kunde beispielsweise das Sofa im Wohnzimmer auf dem iPad oder iPhone platziere und dann mit einem Klick das Möbelstück kaufen könne. (Macwelt)