Prognose des "IT-meets-Business"-Kongressredners

Ifo-Chef Sinn: Prinzip Hoffnung

14.11.2003
MÜNCHEN (CW) - Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts und Keynote-Speaker auf dem CW-Kongress "IT meets Business" am 19. und 20. November in München, sieht bislang noch keine durchgreifende Erholung der wirtschaftlichen Lage.

"Wir können noch keine deutlich höhere Auslastung der Unternehmen erkennen", erklärte der Ifo-Präsident gegenüber der COMPUTERWOCHE. "Zurzeit basiert alles auf dem Prinzip Hoffnung." Die außenwirtschaftlichen Effekte wie das starke Wachstum in den USA könnten der Konjunktur in den nächsten Monaten zwar auf die Beine helfen, aber ein schwacher Dollar könne das sehr schnell neutralisieren. Eine konjunkturelle Belebung werde zwar für das nächste Jahr erwartet, sie falle aber voraussichtlich nicht sehr kräftig aus, führte Sinn weiter aus.

"Die Pleitewelle rollt weiter, und auch in puncto Arbeitslosigkeit sehen wir noch keine wirkliche Besserung." Lediglich die Erwartungen seien deutlich zuversichtlicher als in den letzten Monaten. Ihre aktuelle Lage schätzten die Unternehmen bisher nur unerheblich günstiger ein. Die Investitionen in Deutschland hätten noch nicht zugenommen, auch in der Informationstechnik gebe es bisher nur eine leichte Belebung. "Die Investitionen sind die Cycle-Maker, solange die nicht anziehen, gibt es auch keinen wirtschaftlichen Aufschwung auf breiter Basis", dämpfte Sinn die Erwartungen. (ciw)